[Rezension] Kari Ehrhardt - Giraffen in Finnland

captain cow | Montag, 28. April 2014 | / / | 21 Paper Trails
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Contemporary YA - goodreads
Klappenbroschur, 283 Seiten; Carlsen Verlag
Hi Marc. Ich bin es, Marion. Die von Thomas‘ Party. Ich wollte nur kurz sage, dass ich noch deinen Flaschenöffner habe. Und ich bin schwanger von dir. Aber dreh bitte nicht durch. Wir können ja noch mal reden wenn du Lust hast. Ich geb dir mal meine Nummer…
So beginnt “Giraffen in Finnland”; ein Buch, in dem es um die fünfzehnjährige Finn geht, die sowohl in der Männer-WG ihres Vaters aufwächst als auch bei ihrer Mutter, wo sie den Haushalt schmeißt und sich beim Abendessen Geschichten aus deren Urologenpraxis anhören darf. Eine schüchterne beste Freundin, ein fieser Halbbruder und ein gar nicht so schlecht aussehender Stiefbruder machen das Chaos perfekt.

Zu allererst muss ich gestehen, dass ich eine ganz falsche Erwartung an das Buch hatte. Ich dachte nämlich, es ginge um die Person, die schwanger ist und auf den Anrufbeantworter spricht und nicht um das Kind, das dadurch zustande kommt. Aber was soll’s, ich gewöhnte mich schnell daran, denn Finn beschreibt und kommentiert das Geschehen um sie herum ungeheuer lustig und sarkastisch. Die Arme hat schon viele missglückte Silvesterfeiern hinter sich und auch sonst läuft nicht immer alles ganz rund, aber sie nimmt es auf die lockere Schulter und findet sich damit ab. Deshalb war sie mir auch sofort sympathisch – sie verhält sich sehr erwachsen für ihr Alter, mäkelt nicht rum, ist aber auch nicht verstockt. Ich glaube, mit ihr als Freundin kann man wirklich eine ganze Menge Spaß haben.

[TBR] Von neuen Reserven auf dem Sommerbücherwohlfühlstapel, Serienunikaten und Stichen

captain cow | Samstag, 26. April 2014 | / | 22 Paper Trails
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Neue Bücher macht der Mai! Na gut, es ist zwar noch nicht ganz Mai, aber einiges hat sich in den vergangenen Wochen trotzdem angesammelt. Da ist einmal Die Welt ist eine Muschel, welches ich euch am Montag schon gezeigt habe. Dann hat mir der Carlsen Verlag die Graphic Novel Stiche zugeschickt. Darauf bin ich besonders gespannt, es soll nämlich sehr düster sein und ein kurzer Blick hinein hat mir das bestätigt.

Twenty Boy Summer durfte von Miss Bookiverses Bücherregal in meins wandern. Von Sarah Ockler habe ich  bisher zwei Bücher gelesen, die ich unterhaltsam und toll für Zwischendurch fand - da der Sommer immer näher kommt, mussten meine Sommerwohlfühlbuchreserven aufgestockt werden. Gleiches Spiel mit What I Thought Was True und The Geography of You and Me übrigens - die bisher erschienenen Bücher der beiden Autorinnen fand ich so klasse, dass die auf meiner Vorbestellliste nicht fehlen durften.

Serienunikat war mir auf der Leipziger Buchmesse begegnet und weil es in Berlin spielt und die Protagonistin nicht mehr zur Schule geht, sondern gerade von zu Hause ausgezogen ist, und weil es sich schön las, durfte es nun auch endlich bei mir einziehen.

Was plant ihr so für den Mai? Contemporarybücher um euch auf die längeren, sonnigen Tage einzustimmen oder versinkt ihr lieber in fantastischen Welten?

[Rezension] Paola Predicatori - Der Regen in deinem Zimmer

captain cow | Donnerstag, 24. April 2014 | / / / | 6 Paper Trails
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Belletristik, Jugendbuch - goodreads
eBook, 228 Seiten; Aufbau Verlag

Alessandras Mutter ist gestorben. An Nierenkrebs, nicht einmal zwei Jahre nach der Diagnose. Jetzt muss Alessandra wieder zurück in die Schule, aber sie hat keine Lust mehr auf ihre bisherigen Freundinnen, die nur Mode und Jungs im Kopf haben. Sie will einen Strich ziehen, demonstrieren, dass sie nicht mehr dazugehört und bloß kein Mitleid von den anderen. Deshalb setzt sie sich in die letzte Reihe, neben einen Jungen, den alle nur Zero nennen. Zero, weil er selten etwas sagt, sich von seinen Mitschülern fernhält und nie seine Hausaufgaben macht. Zerolandia nennt Alessandra ihren Tisch fortan, der Ort, an dem sie ihren Gedanken nachhängen kann und an dem sie dem stillen Jungen neben ihr Stück für Stück näher kommt.

Paola Predicatori beschreibt Alessandras Geschichte in einer melodiösen Sprache. Sie benutzt viele schlichte Formulierungen, aber die Sätze klingen nie einfach – sondern lediglich aufs Wesentliche heruntergebrochen. Mir fiel es dadurch ausgesprochen leicht, mir die Umgebungen vorzustellen, in denen Alessandra sich bewegt. Noch viel präziser werden dadurch aber ihre Gefühle, die, obgleich Alessandra nur selten darüber spricht, einem auf jeder Seite entgegenspringen. Viele Szenen und Dialoge werden dabei nur nacherzählt, was ich anfangs etwas verwunderlich fand – dann aber umso angenehmer, weil man eben nur das Wichtigste aus diesen Szenen erfährt und nicht lange mit Herumgeplänkel aufgehalten wird.
Was wird aus den Menschen, die nicht mehr da sind? Das, was war, oder all das, was es nicht gab?

[Montagsfrage] Welches Buch hast du über die Ostertage gelesen?

captain cow | Dienstag, 22. April 2014 | / / | 3 Paper Trails
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Libromanie hat auch diesen Montag eine Frage gestellt, bei der ich zur Abwechslung mal wieder mitmache. Zu Ostern wurde diesmal nicht nur gelesen, sondern auch gehört - und zwar Schiffbruch mit Tiger von Yann Martel. Wenn ich lieber was vor den Augen haben wollte, hatte ich freie Wahl zwischen Die Welt ist eine Muschel von Alessandro D'Avenia und Burn Bright von Marianne de Pierres.

Die Welt ist eine Muschel gefällt mir bisher sehr gut, wie auch das erste Buch des Autors. Nur verschlingen kann ich es nicht, weil die Sprache sehr verzweigt und blumig ist, sodass man sie langsam einatmen und genießen muss.

Ganz anders ist da "Burn Bright" - das ist stilistisch eher einfach gehalten, auch wenn ich es langsam zu schätzen weiß und besonders diese düstere, verruchte Atmosphäre immer besser rüberkommt. Hier bin ich wirklich gespannt, womit die Geschichte noch aufwartet. Die Kulisse ist nämlich so ungewöhnlich, dass ich es kaum erahnen kann.

[Rezension] Kai Meyer - Phantasmen

captain cow | Sonntag, 20. April 2014 | / / | 12 Paper Trails
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Paranormales, Apokalypse - goodreads
Hardcover, 398 Seiten; Carlsen Verlag
Eines Tages sind sie einfach erschienen. Die Geister. Jeden Tag werden es mehr – sie stehen da, bewegungslos, leuchtend, scheinbar ungefährlich. An der Absturzstelle eines Flugzeugs, mitten in Europas einziger Wüste, warten zwei junge Mädchen darauf, dass die Geister ihrer Eltern auftauchen. Rain hofft, diese Reise könnte ihrer Schwester Emma helfen, Abschied zu nehmen. Auch Tyler ist hierhergekommen, um seine große Liebe Flavie noch einmal zu sehen. Schließlich tauchen die Geister auf. Doch diesmal lächeln sie. Und es ist ein böses Lächeln.
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Wenn Kai Meyer eins kann, dann ist das spannende Geschichten mit ungewöhnlichen Kreaturen zu schreiben. „Phantasmen“ ist da ein Paradebeispiel. Denn in dem Buch bevölkern Geister die Erde – sie tauchen überall dort auf, wo in den vergangenen Tagen und Monaten Menschen gestorben sind und machen nichts, außer sich mit der Sonne zu drehen. Bis zu einem Tag, an dem sie plötzlich anfangen zu lächeln – und damit eine Welle von Menschen in den Tod reißen.

Aus Rains Perspektive irrt man durch diese seltsame Welt voller Geister und erlebt Schlag um Schlag mit, wie es immer gefährlicher wird und mehr mysteriöse Dinge passieren. Wirklich nah war ich ihr dabei nicht, auch wenn man besonders zur Mitte des Romans einiges über sie erfährt. Viel interessanter fand ich da ihre kleine Schwester Emma, die ziemlich abgeklärt ist, viel nachdenkt und immer etwas unkonventionell und doch sehr vernünftig handelt. Dieses Zweiergespann war eine echt tolle Mischung, deren Geschichte mich sehr mitgerissen hat. Dennoch sollte man bei dem Roman nicht erwarten, dass der Fokus auf Entwicklung und Vielschichtigkeit der Figuren liegt. Die Spannung und Handlung stehen da weit mehr im Vordergrund.

[About Books] Die Sache mit den Hörbüchern

captain cow | Donnerstag, 17. April 2014 | / | 19 Paper Trails
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Mit Harry Potter begann es, als ich noch ganz klein war: Als ich noch nicht gut lesen konnte und meine Eltern mir nicht noch einmal die bis zu dem Zeitpunkt erschienenen Teile von Harry Potter vorlesen wollten, bekamen mein Bruder und ich die Hörbücher geschenkt. Damals noch auf Kassette. Fortan wurde auf langen Autofahrten, wenn ich krank war oder abends im Bett Rufus Becks Stimme gelauscht. Ab und zu waren dann auch mal andere Vorleser mit anderen Büchern an der Reihe (Harry Rowohlt zum Beispiel mit A.A. Milnes „Pu, der Bär“). Und dann? Kam lange Zeit nichts.

Erst auf einem 12-stündigen Flug nach Brasilien entdeckte ich die Hörbücher wieder für mich – zum Lesen ist man da einfach zu unkonzentriert, Geschichten anhören funktioniert aber ganz wunderbar. Seitdem lauschte ich einigen Bänden der Sookie Stackhouse Reihe, „Clockwork Prince“ von Cassandra Clare (mit Ed Westwick und seiner göttlichen Stimme als Erzähler), Teilen der „Series of Unfortunate Events“ von Lemony Snicket (Ohrwürmer vorprogrammiert!), den Känguru-Chroniken und mal wieder Harry Potter. Momentan höre ich, wie oben zu sehen, „Schiffbruch mit Tiger“ von Yann Martel, welches auch als Buch im Regal vorhanden ist, mich aber nie über die ersten paar Seiten reizen konnte.

Auch wenn ich bei weitem nicht so häufig Hörbuch höre wie viele andere, sind mir doch ein paar Sachen über die Hörbücher hinweg aufgefallen:
  1. Hörbücher mit rasanten Szenen, in denen Details zählen, sind nichts für mich – es sei denn, ich kenne die Geschichte schon. Meistens höre ich unterwegs Hörbücher, beim Spazierengehen oder Joggen oder zum Einschlafen – parallel bin ich oft mit etwas anderem beschäftigt, selbst wenn es nur nach rechts und links gucken an der Straße ist. Ein paar Sachen verpasst man da aber doch und es nervt immer ein bisschen, wenn man Teile doppelt hören muss und sich halb langweilt, weil man es schon kennt, und halb auf wichtige Details wartet. Oder wenn Sachen plötzlich total unschlüssig werden, nur weil man den Knackpunkt verpasst hat.
  2. Fürchterlich dramatische Geschichten, die man in Buchform schon längst an die Wand geworfen hätte, hört man bei guten Sprechern trotzdem weiter. Paradebeispiel: „Clockwork Prince“, das mich irgendwann nur noch genervt hat. Aber auf Ed Westwicks Stimme wollte ich trotzdem nicht verzichten. Schade, dass er den dritten Teil nicht mehr liest.
  3. Geschichten mit langen Monologen und Rückblicken funktionieren als Hörbücher besser, für mich zumindest. Bei „Schiffbruch mit Tiger“ bin ich, wie gesagt, nie über die ersten paar Seiten hinweg gekommen. Mir war das zu viel Einführung und Rückblick und Blabla dafür, dass ich die Figuren noch überhaupt nicht kenne. Mag sein, dass das Hörbuch gekürzt ist – aber wenn ich es mir anhöre, ist es nicht mehr so schlimm. Als würde einem der Gegenüber eine lange Geschichte erzählen und eben ein bisschen weiter ausholen und man gewöhnt sich dabei schon mal an die Stimme und die Eigenheiten dieser Person. Einfach toll.
  4. Wenn ich in ein Hörbuch vertieft bin, bin ich viel motivierter zu backen oder zu kochen. Einfach weil man in der Zeit total gut immer und immer weiterhören kann.
  5. Für Hörbücher brauche ich ungefähr das zehnfache an Zeit wie für Bücher. Einerseits weil ich schneller lese, andererseits aber auch, weil ich für 2-3 Minuten nicht einfach mal weiterhöre. Wenn ich allerdings in der Bahn sitze, dann ziehe ich für die kurze Zeit schon gerne mal mein Buch heraus.
  6. Am Fenster sitzen, Hörbuch hören und den fallenden Tropfen zugucken ist eine wunderbar entspannende Beschäftigung an grauen Regentagen.

Und wie sieht es bei euch aus? Hört ihr gerne Hörbücher oder schlaft ihr dabei immer ein (so ging es mir früher viel zu oft)? Gibt es irgendwelche Bücher, die sich für euch zum Hören ganz besonders gut eignen?

[Rezension] Ava Dellaira - Love Letters To The Dead

captain cow | Dienstag, 15. April 2014 | / / | 6 Paper Trails
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Contemporary YA - goodreads
ARC, 323 Seiten; Farrar, Straus and Giroux
It begins as an assignment for English class: write a letter to a dead person - any dead person. Laurel chooses Kurt Cobain - he died young, and so did Laurel's sister May - so maybe he'll understand a bit of what Laurel is going through. Soon Laurel is writing letters to lots of dead people - Janis Joplin, Heath Ledger, River Phoenix, Amelia Earhart... it's like she can't stop. And she'd certainly never dream of handing them in to her teacher. She writes about what it's like going to a new high school, meeting new friends, falling in love for the first time - and how her family has shattered since May died.
But much as Laurel might find writing the letters cathartic, she can't keep real life out forever. The ghosts of her past won't be contained between the lines of a page, and she will have to come to terms with growing up, the agony of losing a beloved sister, and the realisation that only you can shape your destiny
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“Love Letters to the Dead” ist eins der verwirrendsten Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Nicht aufgrund seines Inhalts, sondern wegen der gemischten Gefühle, die ich dazu habe. Es gab Stellen, an denen es mich richtig packte und ich abwechselnd Gänsehaut hatte, schmunzeln musste oder ein paar Tränen verdrückte. Da wären einmal die Idee hinter dem ganzen – ein Roman erzählt in Briefen an tote Menschen. Finde ich super. Manchmal können Briefromane ganz schön langweilig sein, weil die Figuren immer nur rückblickend erzählen und das dem Ganzen die Spannung nimmt. Da „Love Letters to the Dead“ aber ohnehin ein sehr ruhiges Buch ist, fand ich das sehr passend. In solchen Briefen lassen sich stilistische Feinheiten auch einfach viel besser einbauen und ich mochte es, wie die Protagonistin Laurel die toten Empfänger der Briefe auch oft direkt anspricht. Sei es nun, weil sie über deren Lieder oder Gedichte nachgedacht hat (z.B. Kurt Cobain oder E.E. Cummings) oder weil sie etwas neues über deren Leben erfahren und sich darüber Gedanken gemacht hat. In diesen Gedanken konnte man meist auch ganz schön viel über Laurel selbst lesen und das fand ich sehr faszinierend. Außerdem ist es toll, über die Seiten hinweg zu entdecken, wem sie so alles schreibt.

Die Stimmung des Buchs ist eher traurig und düster. Mir hat das gefallen, ich schätze aber, Cover und Titel können auch eine eher süße Geschichte vermuten lassen. Am besten nicht davon irritieren lassen, denn tatsächlich gibt es viele erdrückende Stellen, ganz besonders ab der zweiten Hälfte des Buchs. Gleichzeitig sind die aber nicht reich an Pathos und überschäumenden Gefühlen, sodass es nie übertrieben wirkt. Außerdem versucht die Autorin nicht, ihrem Leser irgendeine Meinung aufzudrücken – eher im Gegenteil. Sie zeigt an Laurel, wie schwierig und dynamisch so ein Prozess der Meinungsfindung sein kann. Genauso wie der Rest des Buchs ist der Schreibstil still und ruhig und klar. Zwischendurch lassen sich aber auch immer wieder poetische Formulierungen und andere sprachliche Schätze finden. Die Autorin setzt das ziemlich gekonnt ein, denn ich hatte nie das Gefühl, es würde zu ausufernd und blumig werden. Was in inneren Monologen, Beschreibungen und Gedanken aber so toll funktioniert, fehlt in den Dialogen leider. Oftmals empfand ich diese als zu hölzern und lebensfern. Manche Sätze kamen so abgehackt hintereinander, wie in einem schlechten Film. Da konnte ich mir einfach nicht vorstellen, dass derartige Formulierungen in der Form jemals aus dem Mund einer Person kommen sollten.

[TBR] Von Giraffen und schrecklichen Anfängen

captain cow | Sonntag, 13. April 2014 | / | 13 Paper Trails
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Wer hätte es gedacht, neue Bücher! "The Bad Beginning" von Lemony Snicket ist allerdings nur ein Regalkauf. Hab den vor etlichen Jahren auf deutsch mal gelesen und dann die Reihe auf Englisch fortgesetzt, allerdings hab ich den ersten Teil in dieser Ausgabe nie im Laden gefunden. Jetzt aber endlich schon. Sobald ich die Reihe komplett gelesen habe, gibt es dann auch ein wenig bookshelf porn und ihr seht sie im Ganzen, versprochen!
"If You Find Me" von Emily Murdoch ist eine Leihgabe von Shiku. Das Buch habe ich bei Dussmann schon mal in der Hand gehabt und fand das Cover so cool. Mal sehen ob der Inhalt da mithalten kann.
Und zu guter Letzt: "Giraffen in Finnland" von Kari Ehrhardt habe ich vom Carlsen Verlag bekommen, nachdem es mir auf der Leipziger Buchmesse ins Auge gefallen ist.
Jetzt, wo die Uni wieder begonnen hat, habe ich wahrscheinlich etwas weniger Zeit zum Lesen als zuvor, aber mal sehen. Bei dem tollen Wetter ist es ja auch zu einladend, einfach mal mit einem Buch nach draußen zu gehen und zu schmökern.

[Rezension] Melissa Keil - Life In Outer Space

captain cow | Freitag, 11. April 2014 | / / / | 2 Paper Trails
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Contemporary YA - goodreads
eBook, 316 Seiten; Hardie Grant Books
Sam Kinnison is a geek, and he’s totally fine with that. He has his horror movies, his nerdy friends, World of Warcraft – and until Princess Leia turns up in his bedroom, worry about girls he won't. Then Camilla Carter arrives on the scene. She’s beautiful, friendly and completely irrelevant to his plan. Sam is determined to ignore her, except that Camilla has a plan of her own – and he seems to be a part of it! Sam believes that everything he needs to know he can learn from the movies. But perhaps he’s been watching the wrong ones.
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Ihr dürftet ja mittlerweile mitbekommen haben, dass ich Contemporary YA total gern mag. „Life in Outer Space“ hat mal wieder demonstriert, warum das Genre so toll ist. Schauplatz Australien: Aus der Perspektive des 16-jährigen Sam erhaschen wir einen Blick auf Rangordnungen in der High School, Eheprobleme der Eltern, nervige aber doch liebenswerte Freunde, Horrorfilme des alten Hollywoods und auf die Probleme, denen sich ein Nerd tagtäglich stellen muss. Außerdem mit von der Partie: Camilla, die Neue, die sich für keine Clique so richtig entscheiden will und die ganze Rangordnung damit durcheinander wirft. Als erstes konnte mich an diesem Buch der Schreibstil für sich gewinnen, der eine grandiose Mischung aus Sarkasmus, Klugscheißerei, Filmreferenzen und viel Humor aufweist:
„I feel like I’m watching my parents succumb to the slow infestation by a zombie virus, and I’m the loser from any one of a dozen movies, staring at them with his mouth open as they start to bleed from the eyeballs.“

[Logbuch] 25. März - 9. April '14

captain cow | Mittwoch, 9. April 2014 | / | 10 Paper Trails
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Et voilà, diesmal sieht der Stapel ganz klein aus, obwohl ich doch eine ganze Menge gelesen habe. Schuld daran ist Aurora, deren Neueinzug bei mir in den vergangenen Wochen die Lektüre von vielen eBooks bewirkt hat. Darunter einige eNovellas aber auch Romane, die ich schon länger lesen wollte, mir aber irgendwie doch nie gekauft habe. Beispielsweise die zwei Romane von Sara Zarr, die es ziemlich günstig für den Kobo gibt.
Mein persönliches Highlight war allerdings "Life in Outer Space" von Melissa Keil, bei dem mir das Hardcover immer zu teuer zum Experimentieren war. Daumen hoch für die liebe Aurora also, die mir ein paar tolle Geschichten näher gebracht hat! Und auf weitere freudige Leseexperimente!

[Rezension] Laura Buzo - Love and Other Perishable Items

captain cow | Montag, 7. April 2014 | / / | 8 Paper Trails
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Contemporary YA - goodreads
Hardcover, 243 Seiten; Knopf Books
From the moment 15-year-old Amelia begins work on the checkout at Woolworths she is sunk, gone, lost...head-over-heels in love with Chris. Chris is the funny, charming, man-about-Woolies, but he's 21, and the 6-year difference in their ages may as well be 100. Chris and Amelia talk about everything from Second Wave Feminism to Great Expectations and Alien but will he ever look at her in the way she wants him to? And if he does, will it be everything she hopes?
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Beziehungen mit großen Altersabständen finde ich immer wieder interessant. Zur Abwechslung wird in „Love and Other Perishable Items“ aber mal nicht eine Schülerin-Lehrer-Beziehung beschrieben sondern einfach die Freundschaft und Schwärmerei zwischen einer fünfzehnjährigen Schülerin und einem Collegestudenten, der mit ihr im gleichen Supermarkt arbeitet.

Besonders toll fand ich, dass ich in diesem Buch die Faszination der beiden füreinander nachvollziehen konnte, während man sich gleichzeitig des Altersunterschieds bewusst blieb. Man liest aus beiden Perspektiven (allerdings nicht abwechselnd, sondern immer längere Passagen aus Amelias Sicht, die dann im Nachhinein noch mal aus der von Chris aufgeschlüsselt werden) und kann so in beide Köpfe mal reingucken. Bei Amelia ist da mehr die Schulmädchenschwärmerei, während Chris stets durch das Wissen darum, wie jung sie ist, gehemmt wird. Dabei sollte man in dem Buch aber keine richtige Beziehung zwischen den beiden erwarten; es geht, wie gesagt, eher um eine Freundschaft mit Hintergedanken, viele Gespräche und ein paar Träumereien.

[Tutorial] E-Reader-Sleeve

captain cow | Samstag, 5. April 2014 | / / | 10 Paper Trails
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Vor kurzem ist ein kleines Wesen namens Aurora bei mir eingezogen. Weil sie noch kein richtiges Zuhause hatte, musste ich mir etwas einfallen lassen. Auf die ganzen langweiligen Taschen, die es für ihrereins zu kaufen gibt, hatten aber weder Aurora noch ich Lust, also wurde Inspiration bei Modulor gesucht - und gefunden! Für alle Hauptstädter und solche, die mal zu Besuch sind: Es gibt in Berlin eine ganz wunderbar riesige Filiale, in der man total gut stöbern kann und die mir persönlich wesentlich besser gefällt als idee. und andere Kreativläden. Bestellen kann man dort aber auch.

Ich wollte eine kleine, platte Tasche, die aber trotzdem gut gepolstert ist, verschließbar ist und nicht zu viel Aufwand und Geld kostet. Als Grundlage sind die Snazzybags in CD-Format optimal geeignet. Kobo Aura und Kobo Glo passen auf jeden Fall gut rein, bei anderen eReadern weiß ich das nicht genau. Ich habe mich für welche in weiß entschieden, um noch ein bisschen dekorieren zu können; es gibt sie aber auch in vielerlei anderen Farben.

Als Verschluss und Deko wählte ich selbstklebende Klettbänder in unterschiedlichen Farben (hier die Gegenstücke nicht vergessen!). Für zwei Taschen reichten 50 cm pro Farbe bei mir locker aus. Und dann einfach Stelle überlegen, an die es soll, zurechtschneiden, kleben und fertig!

Die Hülle nutze ich jetzt seit fast einer Woche, bisher hatte ich keine Probleme dabei, Aurora schnell mal in der Bahn herauszuholen, ein paar Stationen zu lesen und dann wieder zu verstauen. Das Klettband hält bisher bombenfest und löst sich an keiner Stelle, wenn man die Tasche aufmacht. Wie lange das Ganze halten wird, wird sich noch zeigen. Aurora und ich sind jedenfalls zufrieden und hoffen, euch mit der Anleitung ein bisschen inspiriert zu haben.