[About Books] Die Sache mit den Psycholog(inn)en

captain cow | Dienstag, 28. Januar 2014 | / |

Ich lese ja so furchtbar gerne YA Contemporary Bücher – am liebsten solche, die auch ernsthafte Probleme ansprechen, ohne sie zu übertrieben darzustellen. Ganz oft sind bei solchen Thematiken allerdings auch Psychologinnen oder Erziehungsberaterinnen (irgendwie sind das auch fast immer Frauen, fällt mir gerade so auf) mit von der Partie. Mal ein paar Beispielbücher, in denen das der Fall ist:
Die Bücher fand ich allesamt ziemlich gut (auch wenn Mara Dyer strenggenommen ins Paranormal Genre gehört), nur eins ist mir immer wieder aufgefallen: Therapeut(inn)en stehen in diesen Jugendbüchern nie besonders gut da. Kann ich irgendwo auch verstehen, schließlich fühlen sich viele in dem Alter einfach nicht verstanden und da können einem solche Leute, die denken, sie hätten die Psyche durchschaut, auch gern gestohlen bleiben. Aber davon mal abgesehen, sind die Psychologinnen hier auch immer so unglaublich oberflächlich. Oder stets supergut gelaunt, sodass sie allen anderen auf die Nerven gehen. Vielleicht ist das auch immer etwas übertrieben dargestellt, weil man sie ja durch die Augen der Figuren sieht, die mit diesen Psychologinnen nichts zu tun haben wollen. Dennoch – irgendwie krass, wie negativ diese Begrufsgruppe dargestellt wird. Wenn überhaupt. Manchmal sind sie genauso abwesend wie die Eltern in diesen Büchern oder sitzen nur passiv dabei, wenn dem Protagonistin vom Schulleiter eine Standpauke gehalten wird.

Nicht, dass das total unrealistisch wäre. Ich kann mir gut vorstellen, dass hinter dieser Sichtweise auch eine Portion Wahrheit steckt. Oftmals fällt es dem Umfeld gar nicht auf, dass die Figuren ernsthafte Probleme haben. Genau das macht das Problem ja immer noch schlimmer, die Hauptfiguren fühlen sich noch weniger verstanden und noch einsamer.

„She’s superineffectual. I don’t see the point of being a guidance counselor in high school if you can’t have a gun. If you want a teenager to be open and especially if you want them to be honest, a gun to their head’s probably the best bet. It doesn’t matter, anyway. I decide to mess with her.”
Cracked Up To Be - Courtney Summers 

ABER ich würde auch so gerne mal über ein Positivbeispiel aus dieser Kategorie lesen. Denn ich bin überzeugt, dass es die auch gibt. Und ich fände es auch so furchtbar interessant zu lesen, wie sich Figuren verhalten und entwickeln, wenn ihnen eine gute Therapeutin/ ein guter Therapeut zur Seite steht und auf sie eingeht. Probleme und Schwierigkeiten und Anstrengungen gibt es da schließlich immer noch genug und meist ist so eine psychische Störung ja nie ganz vorbei und überstanden, sondern man versucht nur irgendwie zu lernen, mit ihr umzugehen. Interessant und spannend könnte die Geschichte also trotzdem noch sein.


Was meint ihr dazu? Kennt ihr Gegenbeispiele, in denen diese Berufsgruppe etwas besser dargestellt wird? Oder findet ihr das ohnehin nicht so wichtig? Ich bin gespannt auf eure Meinungen.

Kommentare:

  1. Ich bin zwar keine Therapeutin, aber trotzdem Psychologin, und mir geht es auch oft gegen den Strich, wie Therapeuten in Filmen oder Büchern dargestellt werden. Meist ist es in die eine oder andere Richtung überspitzt, ein realistisches Bild einer Therapie wird eher selten vermittelt. Insofern wäre mir das schon wichtig, denn viele Leute halten es immer noch für eine Schwäche, sich Hilfe suchen zu müssen, oder machen sich über das Berufsbild lustig. Und solche negativen Darstellungen machen es nicht gerade besser.

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    1. Ach wie cool. Mir ist das auch vor allem aufgefallen, weil ich das Fach studiere und ich das dann schon sehr auffällig fand. Ich kann mir halt auch gut vorstellen, dass es bei vielen nicht bemerkt wird (manchmal bekommt man ja eher den Schritt mit, in denen es sich die Protagonisten selbst nicht eingestehen wollen) und bei manchen die Psychologen halt durch die subjektive Sichtweise so dargestellt werden. Aber insgesamt ist es schon manchmal echt heftig, vor allem weil, wie du sagst, das auch dazu führt, dass das Thema tabu oder gesellschaftlich kaum akzeptiert ist. Das ist wirklich ärgerlich.

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  2. Mir ist auf die Schnelle tatsächlich ein Gegenbeispiel eingefallen: Für immer Ella und Micha. Im zweiten Teil der Reihe hat Ella sich endlich eine Therapeutin gesucht und auch wenn ich ihren Namen nicht mehr weiß, weiß ich noch, dass sie sich wirklich ausgesprochen gut um Ella gekümmert hat und ihr geholfen hat, ihre Probleme zu lösen bzw. den ersten Schritt dazu zu tun. Sie ist immer für Ella da, gibt ihr sogar ihre Privatnummer für Notkrisen, hört ihr zu, versucht Dinge vorsichtig anzusprechen und öffnet ihr in vielerlei Hinsicht die Augen.

    Dieses Bild ist vielleicht nicht die Regel, aber es gibt also immerhin auch ein paar positive Beispiele ;)


    Im TV wäre mir noch Pretty Little Liars eingefallen - ob das in den Büchern so ist, weiß ich nicht. Allerdings zählt das Beispiel vielleicht nciht ganz, weil die Therapeutin da die vier Mädchen gezwungenermaßen am Ende im Stich lässt, aber bis es dazu kommt, merkt man deutlich, dass ihr die Mädchen wichtig sind und sie ihnen wirklich gern helfen würde, weil sie spürt, dass sie etwas belastet.

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    1. Wow, das hört sich ja wirklich gut an. Und es beruhigt mich gerade ein bisschen, dass es wohl doch noch einige positive Beispiele gibt, denen ich bisher nur einfach noch nicht begegnet bin. Da besteht ja noch Hoffnung :P
      Danke für die Tipps, ich guck mir die dann mal genauer an.

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  3. In der Touch Serie von Laurie Faria Stolarz findet die Protagonistin auch eine wirklich tolle Therapeutin, die ihr hilft und immer für sie da ist. Auch wenn die Bücher im allgemeinen nicht sehr stark waren, hatte die Therapeutin doch eine sehr schöne Rolle und hat Camelia immer unterstützt und ihr hilfreiche Tipps gegeben, wenn ich mich recht erinnere. :)

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    1. Huh, das klingt sehr gut, da scheint es ja doch noch ein paar Positivbeispiele zu geben. Schade, dass die Bücher allgemein nicht so gut sind, sonst hätte ich mir die jetzt glatt mal angeschaut.

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  4. Ehrlich gesagt hat mich diese Rolle in Büchern immer überhaupt nicht interessiert. Klar, taucht sie ab und zu mal auf, aber wie gesagt ist sie nur ein nerviger unwichtiger Part und da es so ein nebensächliches Klischee ist, macht sich kaum ein Autor wohl Gedanken darüber, wie er eine besondere Therapeutin erfinden kann. Ich selbst habe auch noch nie so ein Buch gelesen, aber wäre mal gespannt ob es viele davon gibt. :-)

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    1. Na ja, ganz so unwichtig finde ich das nicht. Gerade wenn es den Figuren nicht gut geht, ist das ja schon eine wichtige Rolle, die die Psychologinnen da einnehmen, da spricht es dann meiner Meinung nach nicht besonders für den Autor, wenn er sich darüber keine Gedanken macht, sondern einfach ein Klischee übernimmt.

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  5. Spontan fällt mir da nur die Ruby Oliver Reihe von Emily Lockhart ein, allerdings hat die Protagonistin da keine "ernstlichen" Probleme, sondern Panikattacken. ^^

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    1. Och, ich find Panikattacken sind auch schon ernst zu nehmen :) Kenne die Reihe allerdings nicht, muss mir die mal angucken.

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  6. Also es ist kein Buch aus dem Jugendbuchgenre und man kann die Entwicklung einer Person nicht allzu sehr mitverfolgen, weil es sich einfach nicht um die Patienten dreht, aber wenn, dann kann ich dir nur "Le voyage d'Hector ou la recherche du bonheur" empfehlen. Den deutschen Titel kenne ich leider nicht. Die Geschichte ist ein modernes Märchen, in dem sich ein Psychologe auf die Suche nach dem Glück macht, sprich, warum Menschen glücklich sind, und warum manchmal eben nicht. Die Geschichte ist unglaublich süß und wirklich lesenswert.

    Liebe Grüße,
    Bramble

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    1. Aaah ich glaub, davon hab ich gehört, wenn es dieses Buch von Francois Lelord ist? Das klingt echt gut, das werde ich mir mal merken, vielen lieben Dank für den Tipp!

      LG

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    2. Ich muss hier mal reingretschen, ich fand das Buch ganz doof :P War mir irgendwie viel zu allgemein und pathetisch und außerdem betrügt Hector seine Frau und das wird nie thematisiert :(

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  7. Mir ist diese negative Darstellung bisher nur bei Kellnerinnen aufgefallen. Meistens werfen die der Protagonistin erst böse, hochnäse Blicke zu, weil sie mit 'nem hübschen Kerl zusammensitzt und ignorieren die Protagonistin danach völlig, stecken dem Kerl ihre Nummer zu usw..
    Bei Psychologinnen ist mir das noch nicht aufgefallen, aber jetzt da du fragst, fällt mir auch kein gutes Gegenbeispiel ein, eher würde ich deine Sicht bestätigen. Ich hab sogar mal ein Buch gelesen, da wurde die Protagonistin von einem (männlichen) Psychologen in einer Klinik misshandelt! Sonst fällt mir nur noch eine witzige Stelle mit einer Psychologin ein und zwar kam die, glaube ich, in den Vampire Academy-Büchern vor und hat immer, wenn Rose was gefragt hat, eine Gegenfrage gestellt. :-D

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    1. Stimmt, das ist ziemlich krass. Kann mich so auf Anhieb an kein Buch erinnern, in dem irgendjemand n freundliches Gespräch mit ner Kellnerin führt. Muss ja auch nicht sein, manchmal macht man das ja nicht, aber ab und zu kommt es schon vor.
      Whua, what? Nicht, dass es sowas nicht auch geben könnte, gibt ja leider auch einige Leute, die das genaue Gegenteil dessen machen, was sie eigentlich tun sollten.
      Ah, das ist mir auch schon öfter aufgefallen, dass das dann immer so ein Ping-Pong an Fragen ist, in einigen Büchern.

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    2. Ja, das war aber so ein Buch von Gena Showalter. Das geht so in die Richtung erwachsene Romantasy, also nicht zu anspruchsvoll. Trotzdem nicht gerade klasse!

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  8. Woah, mir ist das nie aufgefallen, ich glaub das liegt aber auch daran das du selbst Psychologie studierst. Ich schreie zum Beispiel bei Ken Follett schreiend davon, wenn ich mir die Säulen der Erde durchlese und mich frage ob der noch ganz Trost ist (Es wäre im Mittelalter NIE möglich gewesen als Ein-Mann-Firma mal eben eine ganze Kathedrale aufzubauen, dazu kommen die ganzen Verstrickungen und ... ne, als Kunstgeschichtsstudentin kriege ich da Pipi in den Augen)
    Aber das ist sicher bei jeder Berufskategorie so, man bedient das Klischee, ohne es zu wollen.

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    1. Das stimmt, irgendwie achtet man viel stärker auf sowas, wenn man es studiert oder sich sonst irgendwie ausführlich damit beschäftigt.
      Haha, ich hab von dem noch nie was gelesen, frage mich aber oft bei so sensationsheischenden historischen Romanen wie akkurat die eigentlich sind x)
      Über alles kann man ja auch nicht bestens Bescheid wissen und dann sind es manchmal noch unwichtige Parts, also schreibt man das irgendwie schnell zusammen. Aber bei so ausschlaggebenden Details finde ich das dann doch eher erschreckend und es spricht nicht unbedingt für den Autor. Also, so eine blöde Psychologin kann ja schon ab und an mal vorkommen, aber etwas historisch inkorrektes zu produzieren ist ja dann doch eher schlecht recherchiert x)

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  9. Ich würde dir Für immer Ella & Micha nicht unbedingt heißblütig empfehlen, sondern eher sagen: Kann man mal lesen. Jessica Sorensen hat aber idR immer Therapeuten, die sich kümmern - so auch bei Callie & Cadan (da ist der Therapeut ein Typ).

    Ansonsten überleg ich nochmal, ich weiß, dass ich noch ein paar kenne, aber ssie fallen mir gerade nicht ein^^

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    1. Alles klar, okay. Hatte bisher auch das Gefühl, die gibt's auf Englisch nur als eBook? Aber gut, wenn das bei ihr immerhin der Fall ist.

      Haha, falls sie dir wieder in den Kopf kommen, sag Bescheid, ich wär gespannt :D

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  10. Mh, theoretisch hätte ich direkt ein Buch im Sinn, bei dem die Protagonisten zu einem Therapeuten geht und das ganze auch eher was Positives hat, aber ich bin mir nicht sicher wie sehr das schon spoilert XD

    Mich störts aber auch weniger, wenn solche eher negativ dargestellt werden, da ich wenn ich als Teenager von meinen Eltern vor so jemanden gezerrt werden würde und mich einer fremden Person anvertrauen sollte (so ists ja zumindest meistens in den Büchern) wäre ich denen genauso negativ gegenüber gestellt :D

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    1. Okay, dann lieber nicht x)

      Das stimmt. Aber manchmal merkt man ja, dass die Psycholog(inn)en eigentlich ganz gut sind, nur die Einstellung des Ich-Erzählers dem gegenüber eher negativ. Das ist ja völlig realistisch. Aber es macht ja noch mal einen Unterschied, wenn jemand als total inkompetent und idiotisch beschrieben wird.

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  11. "The Unbecoming of Mara Dyer" habe ich auch schon gelesen (genau wie den zweiten Band^^) und kann diese Reihe nur weiterempfehlen! Der erste Band hat es mir schon so angetan, doch der zweite hat mich so weggepustet! Unglaublich spannend und fesselnd^^ Ich wünsche dir viel Spß mit dem Buch und hoffe ganz doll, dass es dir genauso gefällt wie mir :D

    Liebe Grüße,
    Lynn

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  12. Hm wenn ich so darüber nachdenke, hast du recht. Wobei das Hauptproblem meist ist, dass die Leute eine völlig falsche Vorstellung von Therapeuten oder der Therapie an sich haben. Wenn ich schon höre, dass jemand sagt "ich lasse mich therapieren" oder "lass eine Therapie machen". So funktioniert das nicht. Der Therapeut ist ja nur der Spiegel, arbeiten müssen die Leute an sich selbst.

    Ich denke schon die ganze Zeit darüber nach, aber ich komm spontan auf kein Buch in dem das Thema Therapie wirklich positiv und gut dargestellt wird.

    Allerdings gibt es ein ganz witziges Buch "Der Feind in meinem Zimmer" von Yoram Yovell.

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    1. Das stimmt allerdings, gegen diese Fehlvorstellung sollte man vielleicht auch einfach vorgehen, indem man den Leuten ein realistisches Bild einer Therapie in Büchern gibt. Aber in die Richtung geht es ja meistens nicht einmal.

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  13. Das Problem tritt eigentlich mit fast allen Dingen mit Büchern auf, fast ständig bekommt man bestenfalls Klischees und schlimmstenfalls völlige Unwahrheiten vermittelt. Großer Klassiker sind die kinderlieben, sich aufopfernden (meist die Protagonisten) kontra die völlig lustlosen oder sadistischen Pädagogen (meist die Antagonisten). Oder die natürliche, herzliche Frau/Mädchen (meist Protagonisten) vs. aufgetakelte, Intrigen schmiedenden Biester (meist Antagonisten). Liegt die Wahrheit nicht meistens irgendwo in der Mitte? Und auch historische Ungenauigkeiten nerven mich mittlerweile viel mehr als früher. Ich habe mich zwar gegen ein Geschichtsstudium entschieden, finde es aber trotzdem sehr enttäuschend, dass 99% der Historien-Romane eigentlich ein Fantasy-Mittelalter präsentieren.

    Allerdings wäre es natürlich grad bei Therapeuten wichtig, dass diese ausgewogen dargestellt werden. Natürlich sind nicht alle Asse und man kann sich als Patient missverstanden fühlen. Aber meist wird es ja so dargestellt, dass die gar nicht checken, was abgeht und in Jugendbüchern muss der Protagonist gern mal zu völlig nutzlosen Sprechstunden gehen. Wäre natürlich nicht so cool, wenn er/sie sich öffnen und dann ein paar hilfreiche Anregungen mitnehmen würde...

    Jedenfalls interessanter Fakt, dass du Psychologie studierst. Nach allem, was ich so höre, ist das Studium extrem anstrengend, der Übergang in den Master schwierig und dann noch die jahrelange Ausbildung zum Therapeuten... Also Respekt, dass du das machst (egal, ob du nun Therapeut werden willst oder nicht).

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    1. Du hast recht, eigentlich könnte man das auf extrem viele Bereiche erweitern, in denen leider viel zu oft Klischees einfach übernommen werden. Mich stört es ganz oft auch, wenn Figuren in irgendeine extreme Richtung gehen, da finde ich es meist viel realistischer und spannender, wenn sie sich irgendwo in der Mitte bewegen, der Autor/die Autorin es aber trotzdem schafft, die Figur als einzigartig und besonders darzustellen.
      Das finde ich auch ganz schön schade, auch wenn ich das Genre generell nicht so gerne lese. Aber es ist immer ein bisschen doof, wenn sich innerhalb eines Genres so auf ein Thema spezialisiert wird.

      Ja das ist vollkommen klar, perfekte Therapeuten findet man ja auch nicht an jeder Ecke und selbst wenn sie eigentlich gut sein, kann es ja immer noch passieren, dass einem ihr Therapieansatz nicht liegt oder man einfach keinen richtigen Draht findet. Aber sowas wird irgendwie nie thematisiert, das sind immer die Idioten oder die komischen Typen, die es doch eh nicht können. Das finde ich so schade, weil man da echt viel draus machen kann, wenn man sich ein klitzekleines bisschen mehr damit beschäftigen würde.

      Will ich eigentlich nicht, aber mal sehen, was die Zukunft so bringt :) Anstrengend ist es auf jeden Fall, aber auch total interessant und deshalb macht es dann doch wieder ziemlich Spaß :D

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  14. Super Post! (und toller neuer Cardigan? ;) Du hast total Recht, Psychologen werden in YA Büchern und auch Serien fast immer total überzogen, nervig und meist unwissend dargestellt. In Hush Hush ist das doch auch so, glaube ich. Eigentlich total blöd. Ich frage mich, ob das auch das generelle Bild von diesen amerikanischen school councellors ist... da machen sich ja eigentlich auch immer nur alle drüber lustig und keiner will hingehen... vielleicht sind die in den USA ja auch gar nicht richtig dazu ausgebildet und werden wirklich eher als Witzfiguren gesehen? Auf jeden Fall total blöd, weil man ja Teenagern (oder allen Menschen) ja eigentlich beibringen sollte, dass es gut ist über ihre Probleme zu reden und dass Psychologen ihnen durchaus helfen können. Das ist ein bisschen wie mit Depressionen als Tabuthema, keiner will's haben oder sagen, dass er in Therapie ist, dabei sollte das als was Positives gesehen werden.
    Ich bin mir nicht mehr ganz sicher, aber ich glaube in dem Buch Without Tess ist die Psychologin relativ hilfreich.

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    1. Danke :D Und ja, genau, das ist der Cardigan.
      Das kann sein, darüber habe ich noch gar nicht nachgedacht, dass zumindest die Guidance Counsellors in den High Schools vielleicht einfach da abgestellt werden ohne richtig ausgebildet zu sein. Das müsste man mal rausbekommen, dann sähe das nämlich schon wieder ganz anders aus.
      Jaaa, genau. Ich finde, es realistisch darzustellen ist auch okay, aber da fehlt dann halt auch die andere Seite und das Thema sollte gesellschaftlich auf jeden Fall akzeptabler gemacht werden. Na, mal sehen, ob uns in Zukunft noch ein paar Positivbeispiele begegnen :]

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