[Rezension] Maureen Johnson - The Madness Underneath

captain cow | Montag, 3. Juni 2013 | / |
A C H T U N G !
Zweiter Band einer Reihe - enhält Spoiler!


Titel: "The Madness Underneath"
Autorin: Maureen Johnson
Auf Deutsch: -
Reihe: Shades of London #2 (Review Teil 1)
Genre: Urban Fantasy, Jugendbuch
Seitenzahl: 290
Erscheinungsdatum: Februar 2013
Format: Paperback, HarperCollins Children's Books
Wohltäter: The Captain

When madness stalks the streets of London, no one is safe…
There's a creepy new terror haunting modern-day London. Fresh from defeating a Jack the Ripper killer, Rory must put her new-found hunting skills to the test before all hell breaks loose…
But enemies are not always who you expect them to be and crazy times call for crazy solutions. A thrilling teen mystery.






Nachdem „The Name of the Star“ für sehr gut befunden wurde, musste natürlich der zweite Teil her, sobald er erschienen war. „The Madness Underneath“ nahm ich mir also auch gleich mal vor, um zu sehen, ob Maureen Johnson das mit den Reihenfortsetzungen hinbekommt.

Und hach, war das Wiedersehen mit Rory & Co. schön! Ich liebe es einfach, in Rorys Kopf zu schlüpfen und die Welt für ein paar Seiten aus ihren Augen mitzuerleben. Ihre Selbstironie, ihr Selbstbewusstsein aber auch ihre gelegentliche Selbstkritik sind einfach unglaublich erfrischend für einen Hauptcharakter in dem Genre. Untermalt wird das ganze von Maureen Johnsons klasse Schreibstil, der hier und da immer wieder sehr lustige Formulierungen beinhaltet und auch allgemein sehr trocken-komisch ist.

Nichtsdestotrotz merkt man dem Buch eindeutig an, dass es düsterer ist, als der erste Teil. Die vergangenen Geschehnisse gehen nicht unbemerkt an Rory vorbei. Auch wenn es manchmal sehr deprimierend wurde, fand ich es toll, dass die Autorin diese Dinge aufgreift und weiter ausbaut. Man hat richtig gesehen, was für Auswirkungen die Erlebnisse des ersten Teils auf Rory hatten und wie schwer es ihr fällt, damit umzugehen.

Ich hatte gehofft, in diesem Teil etwas mehr über die Shades zu erfahren. Zum Glück wirft Maureen Johnson dem Leser auch ein paar Happen hin, auch wenn ich mir in der Richtung eindeutig mehr Aufklärung gewünscht hätte. Allerdings sind die Figuren ja selber ein bisschen ahnungslos, also ist das zu verschmerzen. Mit ihnen nach Antworten zu suchen, macht nämlich auch sehr viel Spaß.

Schade fand ich, dass das Internat, sowie Jazza, Jerome und Rorys andere Mitschüler ein bisschen außen vor gelassen wurden. Ihre Anwesenheit fand ich im ersten Teil nämlich sehr toll – allgemein diese Mischung aus Internats- und Geistergeschichte. Das kam in diesem Teil leider nicht mehr so stark durch. Auch der Gruselfaktor blieb bei mir – bis auf wenige Ausnahmen – aus. Dafür gab es einfach nicht genug Bedrohung und ganz klar nicht genug Geister und Bösartigkeit.

Achtung Spoiler :
Dafür fand ich den ganzen Handlungsstrang mit Jane aber sehr interessant ... und verwirrend. Schon anfangs kam mir die Frau komisch vor und ich traute ihr nicht so richtig. Dennoch war ich über die Quasi-Auflösung etwas überrascht. Ein Kult? Huh. Hinter der ganzen Geistersehgeschichte steckt wohl noch mehr, als man am Anfang der Reihe erwartet. Ich schätze mal Jane oder irgendjemand aus ihrem Gefolge wird Rory, Callum und Boo in Zukunft noch über den Weg laufen und ihnen einige Probleme bereiten. Zumindest hoffe ich das. Wäre ja sonst echt unausgeschöpftes Potential.

Das Ende fand ich entgegen einiger Vorwarnungen gar nicht so schlimm. Für mich war es weniger ein Cliffhanger als äußert traurig und düster. Natürlich bin ich auch gespannt, wie es um die Shades weitergeht und hoffe, dass sich Maureen Johnson und der Verlag mit dem dritten Band beeilen, aber irgendwie fand ich es auch furchtbar interessant und ungewöhnlich und zufriedenstellend.

Achtung Spoiler :
Das heißt jetzt nicht, dass ich es gut finde, was mit Stephen passiert ist. Ich fand es nur irgendwie toll, dass genau das aufgegriffen wird – ein Shade der im Sterben liegt und einen Terminus halten muss, um eventuell wieder zurückzukommen. Und dann auch noch in so einer unerwarteten Situation. Nachdem es ENDLICH zwischen ihm und Rory was wird (auch wenn ich Jerome fast lieber hatte als ihn und das Schlussmachen ziemlich bescheuert fand), nachdem man sich schon seit ihrer ersten Begegnung fragt, ob da nicht noch mehr dahinter steckt. Aaargh! Etwas blöd finde ich nur die Aussicht auf den nächsten Teil – wenn er als Geist wieder da ist, dann ist das zwischen ihm und Rory ja aus und vorbei, sonst wäre er ganz weg. Ich hoffe, Maureen Johnson macht daraus was interessantes und keine ewige Herzschmerz-Geschichte und total viel Drama. Warten wir es mal ab...




Ganz so perfekt und überraschend wie den ersten Teil fand ich „The Madness Underneath“ nicht, denn er ist weniger gruselig als sein Vorgänger. Trotzdem ist es eine gelungene Fortsetzung, weil die Autorin sich mit den Auswirkungen der Ereignisse des ersten Teils beschäftigt. Nachwievor ist Rory eine unglaublich sympathische und tolle Hauptfigur, mit der man gerne durch die Straßen Londons zieht. Definitiv empfehlenswert, wenn einem der erste Teil bereits zugesagt hat.


1 Kommentar:

  1. Huhu Captain Cow,
    *g*
    Ich habe einen Tag für dich und würde mich freuen, wenn du mitmachen magst.
    http://bit.ly/180Fvd0
    Liebe Grüße
    Stephie

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