[Rezension] Sarah Ockler - Bittersweet

grass-harp | Dienstag, 12. Februar 2013 | / |

Titel: "Bittersweet"
Autorin: Sarah Ockler
Deutscher Titel: -
Reihe: -
Genre: Contemporary YA
Seitenzahl: 400
Erscheinungsdatum: Dezember 2012
Verlag: Simon Pulse
Format: Paperback
Preis: 7,99 €
ISBN: 9781442430365
Wohltäter: Buchtausch

Hauptfigur Hudson Avery hat eine ganze Menge um die Ohren – seit der Scheidung ihrer Eltern muss sie sich um ihren kleinen Bruder kümmern, ihre Mutter in deren Diner unterstützen, Rechnungen bezahlen, die ihre Mutter nicht auf sich nehmen kann, die täglichen Massen an Cupcake-Bestellungen realisieren und neben allem Übel die Schule meistern. Da bleibt nicht mehr viel Platz für Freizeit, ganz zu schweigen für das Eiskunstlaufen, das eine Zeit lang ihre größte Leidenschaft war. Jetzt bietet sich ihr jedoch die ultimative Chance gegen das ganze Chaos – eine Einladung zu einem Eiskunstlaufwettbewerb. Der Sieg: Ein Stipendium – Geld, mit dem viele von Hudsons Sorgen einfach verschwinden würden. Das Problem ist nur, dass sie schon lange nicht mehr auf dem Eis war, keinen Coach mehr hat und auch keinen Platz zum Üben. Doch Eishockey-Co-Kapitän Josh Blackthorn macht ihr ein Angebot – Training mit seinen Jungs im Gegenzug für einen freien Hallenplatz – wer sagt da nein?!






Cupcakes, Schneestürme, eine Truppe von Eishockeyspielern, viel Gefühl, Trubel ums Erwachsenwerden und ein süßer Kerl – was will man mehr für eine schöne Wintergeschichte, mit der man sich auf Sofa zurück ziehen und die Welt vergessen kann?! Genau das findet man nämlich in Sarah Ocklers „Bittersweet“.

Ich war überrascht, wie gut ich auf Anhieb mit Hudson klarkam. Zuvor hatte ich „Fixing Delilah“ von Sarah Ockler gelesen und da war es mir nicht immer leichtgefallen, die Eigenheiten der Hauptfigur zu akzeptieren. Auch Hudson ist nicht unbedingt das nette, perfekte Mädchen von nebenan, doch ihre Macken waren mir sympathischer und mit ihren Träumen konnte ich mich besser identifizieren. Ganz besonders toll fand ich auch ihren Bruder, der mit seinem ungewöhnlichen Wissensdurst und seiner süßen Art fast jedes Leserherz beglücken dürfte. Schade hingegen finde ich, dass der männliche Held nur schwach charakterisiert wurde. Er ist nett und die Gespräche zwischen ihm und Hudson haben mir gefallen, doch ein bisschen mehr Differenzierung und Tiefe hätten ihm nicht schlecht getan. So bleibt er leider nur süß und blass.

Man sollte sich aber nichts vormachen – was man hier zu lesen bekommt ist eine lockere, leichte Geschichte à la Sarah Dessen, nur dass Flip-Flops durch Schlittschuhe getauscht werden. Der Stil ist einfach und stellenweise durchbrochen von Jugendsprache. Die Emotionen der Protagonistin werden überzeugend dargestellt, jedoch nicht mit sonderlich poetischen Worten.

Einige handlungstechnische Wandlungen haben mich dann allerdings doch überrascht und stellenweise hält sich das Drama, was man sonst in solchen Geschichten erwartet, gering. Natürlich bleibt es nicht ganz weg, aber es hält sich so in Grenzen, dass die Geschichte nicht vor Pathos trieft.




„Bittersweet“ ist ein typisches Jugendbuch für zwischendurch – nicht zu dramatisch, nicht zu problembeladen und doch genug emotionsgeladen, um für ein paar Stunden mit der Protagonistin über’s Eis zu sausen und mit ihr zu fiebern. Für alle, die einen Cupcake in schriftlicher Form verschlingen wollen, wärmstens zu empfehlen!


Kommentare:

  1. Danke für die schöne Rezi! Das Buch ist mir bis jetzt nur wegen dem Cover aufgefallen, aber ich habe mich nie näher damit beschäftigt. Dabei hört sich die Geschichte wirklich interessant an und könnte mir schon gefallen. Ich werde es also mal im Auge behalten :)
    Liebe Grüße

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ja, es ist eigentlich ein echt schönes Buch, zumindest wenn man etwas entspannendes, nicht zuu anspruchsvolles und doch ganz schönes sucht. Eben Sarah Dessen nur winterlich. Vielleicht kann es dich ja auch begeistern.

      LG

      Löschen