[About Books] YA's Secret Kings & Queens

captain cow | Donnerstag, 29. März 2012 | |
Den aktuellen Frust über meine derzeitige Lektüre "Dark Canopy" von Jennifer Benkau, sowie den noch immer sehr guten Nachgeschmack meines letzten Buchs "Will & Will" von John Green und David Levithan habe ich nun zum Anlass genommen, um hier mal ein paar Bücher vorzustellen. Bücher, die man vom Genre her als Contemporary Young Adult bezeichnen könnte, und es vermochten, mich zu begeistern. Nicht unbedingt rasante Geschichten, sondern vielmehr die Gefühle, die sie wachrufen und vermitteln, die Art und Weise, wie sie geschrieben sind, machen diese Bücher für mich zu etwas ganz besonderem. Aber leider sind die Bücher auch nicht so bekannt, wie sie es verdienen würden. Also ist dieser Post in gewisser Weise auch von Maries Post auf Wortmalerei inspiriert.






Du hast mich zuerst gesehen. Auf dem Flughafen, an jenem Tag im August. Dein intensiver Blick, noch nie hat mich jemand so angeschaut. Ich hab dir vertraut. Dann hast du mich entführt. Raus aus meinem Leben, weg von allem, was ich kannte. Hinein ins Nirgendwo, in Sand und Hitze und Dreck und Gefahr. Du hast geglaubt, dass ich mich in dich verliebe. Und dort im Nirgendwo, in Sand und Hitze und Dreck und Gefahr, hab ich mich in dich verliebt. Doch ich wünschte, ich könnte dich hassen.




Den oben geschriebene Satz mit der rasanten Handlung muss ich, was dieses Buch anbelangt, zurücknehmen. "Ich wünschte, ich könnte dich hassen" ist unglaublich packend, bewegend und hat mich auf Grund seiner Widersprüche fast zur Verzweiflung gebracht. Es mag die eine oder andere Schwachstelle an diesem Buch geben, doch insgesamt ist es vor allem eins: Einprägsam. Obwohl ich die Geschichte um Ty und Gemma vor fast einem Jahr gelesen habe, spukt sie mir noch immer im Kopf herum. Hier könnt ihr meine Rezension nachlesen.








Neue Schule, neues Glück? Francesca hat da so ihre Zweifel. Seit Schuljahresbeginn besucht sie das St. Sebastian, ein Jungengymnasium, das seine Tore erst vor Kurzem für Mädchen geöffnet hat. Die Schüler dort sind eine einzige Katastrophe. Unkultiviert, eitel und rücksichtslos - mit einem Wort: Machos. Und zu Hause herrscht auch schon länger der Ausnahmezustand. Doch Francesca lässt sich nicht unterkriegen. Ihr Motto: "I will survive!"




Beim deutschen Cover, Titel und auch Klappentext hat man eindeutig Fehlgriffe geleistet. Nichtsdestotrotz ist dieses Buch unglaublich - weil es in ganz leisen, wenig dramatischen Tönen eine Geschichte vom Erwachsenwerden erzählt. Mit alltäglichen und dann wieder ganz schrecklichen Elementen, ist mir diese Geschichte ans Herz gewachsen. Hier könnt ihr meine Rezension nachlesen (mit dem etwas besseren englischen Klappentext) und hier auch die zum zweiten Teil, der ebenfalls sehr empfehlenswert ist.







Abandoned by her mother on Jellicoe Road when she was eleven, Taylor Markham, now seventeen, is finally being confronted with her past. But as the reluctant leader of her boarding school dorm, there isn't a lot of time for introspection. And while Hannah, the closest adult Taylor has to family, has disappeared, Jonah Griggs is back in town, moody stares and all.






Und wieder etwas von Melina Marchetta. Aber was soll man machen?! Die Autorin hat's einfach drauf. "Jellicoe Road" gibt es leider nicht auf Deutsch, doch die englische Ausgabe kann ich auch allen empfehlen. Anfangs noch sehr verwirrend, wird hier eine schmerzlich schöne Geschichte entsponnen,  mit überzeugenden Charakteren, ein wenig Spannung und ganz, ganz, ganz viel Leben. Meine Rezension gibt es hier zu lesen.

Und ihr so? Habt ihr ganz besondere Empfehlungen, was Jugendbücher anbelangt, die sich nicht in dystopischen oder fantastischen Welten abspielen und überzeugen können? Oder haltet ihr von so etwas eher nichts - wenn ja, warum?

Kommentare:

  1. Schöner Post :) Freut mich, dass dich meiner inspirieren konnte! "Das Leben ist keine Pralinenschachtel" steht nun dank dir auf meinem Wunschzettel. "Ich wünschte ich könnte dich hassen" hat mir auch relativ gut gefallen, hat aber, wie du ja schon sagtest, auch seine Schwachstellen. Besonders interessant fand ich "Teach Me" von R.A. Nelson. Ist ein sehr verrücktes und gewöhnungsbedürftiges Buch, aber mir hat es allein schon wegen dem Schreibstil irgendwie gefallen. Ansonsten war "Überleben" von S.A. Bodeen sehr gut und die Bücher von Sarah Dessen (auch wenn man nicht zu viel von ihr nacheinander lesen sollte). Hast du davon schon welche gelesen?

    Auf Will & Will freue ich mich nun umso mehr :) Bin aber überrascht, dass dir "Dark Canopy" anscheinend nicht so zusagt - habe bisher nur gute Rezis gelesen! Bin jetzt gespannt auf deine, weil das Buch bei mir auch noch im Regal steht und mich irgendwie anlacht :D

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    1. Ich fand die Idee dazu so gut, dass ich bei mir im Regal auch gleich nochmal nachgeschaut habe. Ich hoffe, das ist okay :S
      "Teach Me" habe ich auch vor einiger Zeit gelesen, das fand ich auch ganz große Klasse. Kennst du "Shine" vom gleichen Autoren? Das war auch wirklich toll.
      Von "Überleben" habe ich noch nichts gehört, das schaue ich mir mal an. Danke für den Tipp.
      Von Sarah Dessen habe ich einige Bücher gelesen. Und die sind auch ganz gut, allerdings laufen sie mir zu sehr nach dem gleichen Schema ab. "Zwischen jetzt und immer" fand ich von ihr am besten.

      Ja, dazu gibt es bisher irgendwie nur Gutes zu lesen. Aber mich kann es bisher kaum begeistern. Schade, dabei hatte ich mich so auf das Buch gefreut...

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    2. Klar, ist das okay :)
      "Shine" habe ich schon im Regal, aber noch ungelesen. Worum gehts denn da genau? Hab das aus dem Klappentext noch nicht raushören können.
      "Überleben" ist aber auch eher ein Thriller. Nur irgendwie ist mir das Buch im Gedächtnis hängen geblieben ;P
      Ja, das mit Sarah Dessen sehe ich auch so. Man sollte auf jeden Fall nicht mehrere Bücher von ihr hintereinander lesen!

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    3. Da bin ich aber froh :)
      Hm, soweit ich mich erinnern kann, geht's da um ein Mädchen, das in einer Pflegefamilie aufwächst, nachdem ihre Mutter nicht für sie sorgen konnte. Sie soll dann aber ihre Mutter wiedersehen und dann geht es eben darum, wie die Erinnerungen an sie sind, ob man einen Menschen, der einen so vernachlässigt hat, noch lieben kann, ob man ihn nicht eigentlich hassen müsste, usw.
      Thriller können ja auch echt gut sein :)

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    4. Achja, was ich dich fragen wollte :D Wie klappt das diese Antwortfunktion hier in den Kommis? Hätte das auch gern bei mir!

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    5. Du musst bei Kommentarfunktion "Unter dem Post eingebettet" einstellen. Dann funktioniert das eigentlich :)

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  2. Irgendwie kommt es leider häufiger vor, dass die wirklich guten Bücher, über die man nachdenken und noch tagelang grübeln kann, nie den Anklang finden, den wie eigentlich verdient hätten.
    "Ich wünschte, ich könnte dich hassen" steht auch bei mir auf der Wunschliste, die anderen beiden kenne ich, zugegeben, leider nicht. Da du sie aber so empfiehlst, werde ich sie im Auge behalten.
    ...
    Ein Buch, welches ich persönlich ganz toll fand, leider aber kaum jemand kennt, ist "Teach me". Vielleicht lag es am schwierigen Thema der Geschichte, doch ich empfand es als so authentisch und gefühlvoll, dass es im Unterbewusstsein haften blieb.
    ...
    Ebenfalls schön ist auch der Roman "Mathilda Savitch", welcher zwar nicht zu den Jugendbüchern gehört, durch die Figuren dann aber doch wieder zum Genre passt. Leider scheint auch hier wieder kaum einer den Titel zu kennen.
    ...
    Ich weiß nicht wie es mit "Ludvig meine Liebe" steht, aber da letztes Jahr so ein Hype wegen "Forbidden" gemacht wurde - was in meinen Augen das Thema total verkitschte und sich nicht mit dem Problem auseinandersetzen konnte - habe ich mich an diesen anderen Titel gewagt und wurde positiv überrascht. Glaubwürdige Figuren, die auch glaubwürdig handeln. Kennt trotzdem kaum jemand.

    Es gibt aber auch noch weitere Bücher, die nie so populär wurden, wie ich es mir erhofft hätte. Dazu gehören noch "Wie außer Atem", "Rotkäppchen muss weinen" und "Shine". Wahrscheinlich liegt das aber auch daran, dass dies keine normalen Unterhaltungsbücher sind, sondern wirklich schwierige Probleme thematisieren, mit denen man sich als Leser auseinander setzen MUSS. Das ist leider nicht für jeden was.

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    1. Du hast Recht - wahrscheinlich gerade, weil diese Bücher Probleme behandeln und vom Stil vielleicht leicht zu lesen sind, aber keine ganz leicht verdaulichen Thematiken behandeln.
      "Teach Me" und "Shine" von R. A. Nelson fand ich auch ziemlich beeindruckend. Vor allem "Teach Me" ist mir nachhaltig noch so im Kopf herumgespukt, dass ich es gleich mehrmals gelesen habe.
      "Mathilda Savitch" und "Ludvig meine Liebe" kenne ich nicht, aber was du darüber sagst, klingt unglaublich interessant. Vor allem letzteres... "Forbidden" mochte ich zwar ganz gerne, aber wenn es noch eine bessere Geschichte zu dem Thema gibt, dann werd ich mir die nicht entgehen lassen.

      Von "Rotkäppchen muss weinen" hatte ich schon mal gehört, mich allerdings nicht näher dazu informiert. Das werde ich jetzt mal tun. Vielen lieben Dank für deine vielen Tipps!

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  3. Ups? Du hast "Probleme" mit Dark Canopy? Auch ich gehöre zu den Begeisterten. Gell, das ist immer schade, wenn man sich so auf ein Buch freut, das dann die Erwartungen nicht ganz erfüllen kann. Die Story ist sicher eine Geschmacksache. Vom Schreibstil und Ausdruck ist DC aber 1A :-)
    Danke für die drei YA Secrets :-) Buchvorstellungen lese ich immer besonders gerne!
    LG,
    Damaris

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    1. Jaaa :/ Ist irgendwie gar nicht mein Ding. Vom Schreibstil und Ausdruck her hast du aber recht, wenngleich sich die Kulissen in meinem Kopf irgendwie nicht aufbauen wollen. Das kann aber mittlerweile auch an meinem Zustand hochgradiger Genervtheit liegen :/
      Nichts zu danken :)
      LG

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  4. Ich liebe, liebe, liebe Empfehlungen von Büchern, die nicht so bekannt sind und einen ganz besonderen Zauber besitzen, daher danke für den Post!

    "Das Leben ist keine Pralinenschachtel" würde mich am meisten von den vorgestellten Büchern interessieren, nicht aufgrund der offiziellen Inhaltsangabe, sondern einer anderen, die ich irgendwo mal gelesen habe :)

    Ich bin lesetechnisch in dem Bereich selten unterwegs, daher kann ich leider nicht viel empfehlen. Wenn, dann auf jeden Fall "Flüsterherz", aber das kennst du ja schon.
    Dann noch "Das Blut der Lilie". Es ist eher eine Art bunte Genremischung, die mir bis auf das Ende sehr gefallen hat, vor allem, was den Schreibstil angeht. Es ist zum Teil ein "ganz normaler" Jugendroman, zum Teil ein historischer Roman und dann gibt es noch eine Begebenheit darin, die sich mit Logik nur schwer erklären lässt.

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    1. Nichts zu danken :) Einen dreiviertel Dank muss ich aber auch an Marie weitergeben, weil sie mich erst auf die Idee hier gebracht hat.

      "Flüsterherz" war wirklich toll, wenngleich es mit einigen YA Schätzen nicht zu vergleichen ist, weil die - in meinen Augen - noch viel mehr zu bieten haben. Von "Das Blut der Lilie" habe ich noch nicht gehört - da werde ich mich mal näher zu umsehen. Obwol nicht logische Begebenheiten mir bei solchen Büchern, bei denen man eigentlich nur pure Realität will, manchmal ein Dorn im Auge sind.

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  5. Ich bin ja allgemein schwer Fan von Contemporary. Da konnt mich bisher fast alles begeistern. Vor allem die Büchern über Nerds, Musik und Road Trips mag ich besonders. Vor kurzem hab ich zB 'The Disenchantments' gelesen. Wow! Ich liebe das Buch! Willow (Bis unter die Haut heißt es glaub ich auf Deutsch) fand ich auch total gut. Und 'Me And Earl And The Dying Girl' ist super.

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    1. Hach, ja, ich auch :D Aber leider geht das hierzulande teilweise inmitten der vielen Dystopien und Fantasybücher unter. Schade, sowas...
      Von beiden Büchern habe ich vor kurzem mal gelesen und vor allem "The Disenchantments" klingt super. Von "Willow" habe ich auch mal gehört - herzlichen Dank für die vielen Tipps!

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  6. coole idee! :) haach, da gibt es aber echt viele schätze, find ich :D ich würde noch etwas von antje babendererde dazuzählen. vielleicht talitha running horse, oder libellensommer. obwohl ich alle von ihr beeindruckend fand. :D neuerdings würde ich auch "ich gegen dich" auf jeden fall mit auflisten und wenn ich an ältere leseabende denke sicherlich auch bücher von meg cabot, die mia-reihe habe ich nur so verschlungen :D es gibt wirklich so viele tolle bücher, die nicht vergessen werden sollten <3 (ich werde auch alle aufheben, auch die, für die ich inzwischen zu "groß" bin. die wird irgendwann meine tochter bekommen, jawohl! XD)

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    1. Ja, es gibt schon viele Schätze - aber wenn ich beispielsweise an Meg Cabot oder Antje Babendererde denke, dann fand ich die Bücher ganz gut - aber keins konnte mich davon so berühren, wie die oben genannten Bücher. Das war dann mehr Unterhaltung. Und Meg Cabot ist ja nun doch etwas bekannter - deshalb habe ich oben auch nicht John Green oder "Nick und Norah" dazu genommen, weil die doch eher bekannt sind :]
      Aufheben werde ich aber sicherlich auch viele. Ich les gute Bücher so gerne doppelt und dreifach :D :D :D

      Hach jaa, "Ich gegen dich". Ich hoffe, Jenny Downham bringt bald ein neues Buch raus :D

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  7. Huhu,

    "Dark Canopy" fand ich ja auch klasse und anders, als die üblichen Dystopien, die ich bisher gelesen habe. Dann bin ich umso gespannter auf deine Meinung zu "Will & Will". Das Buch befindet sich bereits auf meiner Wunschliste. "Das Leben ist keine Pralinenschachtel" kommt dann auch mal drauf. Welches Buch ich noch gut fand (schrieb ich auch unter deinen "Tod oder Liebe" Kommi) ist "Drei Meter über dem Himmel" von Federico Moccia. Der Einstieg ist schon etwas gewöhnungsbedürftig und eigenwillig. Dann wird aber eine italienische Lovestory erzählt, die zwar etwas kitschig beginnt, aber alles andere als Kitschig endet. Mir hats damals sehr gefallen. Dann gefiel mir "Ich würde dich so gerne küssen" von Patrycja Spychalski. Mit der Problemthematik um Jeffer wusste ich zwar nicht immer etwas anzufangen, aber an sich eine schöne Story über Freundschaft, Liebe & Musik. Ach ja, "Nick & Norah. Soundtrack einer Nacht" fand ich da ebenso gelungen, obwohl das nicht bei jedem gut wegkommt. Auch "Nathalie küsst" von David Foenkinos, bleibt mir positiv in Erinnerung, wobei das kein Jugendroman ist.

    Liebe Grüße
    Reni

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    1. "Dark Canopy" gefällt mir leider nicht so gut. Aber na ja, irgendwo scheiden sich die Meinungen immer :)
      Über "Drei Meter über dem Himmel" habe ich einiges gehört, war mir da aber ein bisschen unsicher, weil der Stil auf mich etwas komisch wirkte. Aber das Buch gibt's in der Bibo, das werd ich mir dann irgendwann mal ausleihen :D
      "Ich würde dich so gerne Küssen" und "Nathalie küsst" stehen beide weit oben auf meiner Wunschliste, bei denen muss ich im Buchladen immer zum Vorbeigehen zwingen, weil sie so verlockend aussehen :D
      "Nick und Norah" fand ich persönlich ganz große Klasse. Vielen Dank für die vielen tollen Tips!

      LG

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