[Rezension] Susan Beth Pfeffer - Die Verlorenen von New York

captain cow | Sonntag, 11. Dezember 2011 | / / / / / / |

Hardcover | 352 Seiten
Erschienen im April 2011
im Carlsen Verlag
ISBN: 9783551582195



[INHALT]

Ob es jemals wieder so wird wie früher? Täglich stellt sich Alex diese Frage. Denn seit der Mond aus seiner Umlaufbahn verschoben wurde, geht es im New Yorker Alltag ums nackte Überleben. In den Fenstern der Hochhäuser brennt kein Licht mehr; kaputte Autos verstopfen die Kreuzungen; Plünderer ziehen durch die Straßen auf der Suche nach den letzten Lebensmitteln. New York ist eine Insel der Armen geworden - wer konnte, hat die Stadt längst verlassen. Verzweifelt kümmert sich Alex um seine Schwestern Briana und Julie. Doch eine Frage wagt er nicht zu stellen: Was, wenn ihre Eltern nicht nur vermisst sind, sondern Schlimmeres passiert ist?


via
 
A C H T U N G !!!
Kann ab hier Spoiler zum ersten Teil, "Die Welt wie wir sie kannten" enthalten!

[MEINUNG]
Nachdem ich "Die Welt, wie wir sie kannten" gelesen hatte und hörte, dass es einen zweiten Band geben sollte, war ich zunächst skeptisch. Eigentlich mag ich es nicht so gern, wenn man in einer Fortsetzung noch mal die gleiche Zeit wie im ersten Teil durchlebt, nur aus einer anderen Perspektive.

 Allerdings war das bei "Die Verlorenen von New York" nicht so schlimm, da die Geschichte ja in einer vollkommen anderen Gegend (New York) spielte, in der die Umstände sich auf ganz andere Art und Weise bemerkbar machen, als in der Gegend aus dem ersten Teil (Pensylvania, soweit ich mich erinnere).

Diesmal war das Buch zudem nicht in Tagebuchform geschrieben, sondern in der 3. Person. Dennoch war es irgendwie wie ein Tagebuch gehalten, also mit teilweise sehr kurzen Abschnitten und über jedem Abschnitt stand das Datum des jeweiligen Tages. Das fand ich etwas störend, denn teilweise kam ich nicht besonders gut in das Geschehen rein, weil ich durch den zerstückelten Text nicht in einen Lesefluss kam. Wenn so etwas auf Grund der Tagebuchform passiert, finde ich das noch in Ordnung, allerdings war es hier dann doch etwas störend. Auf der anderen Seite aber, hätte ein Tagebuch kaum zu dem Hauptcharakter gepasst.

Wobei wir schon mal bei den Charakteren wären, über die ich, ehrlich gesagt, nicht viel sagen kann. Sie hatten ihre Eigenschaften, wirkten nicht besonders unrealistisch, aber blieben einem auch nicht unbedingt in Gedanken. Allerdings ist das auch nicht das Ziel des Buchs, weshalb das zu verzeihen war.

Der eigentlich richtig große Pluspunkt an diesem Roman ist eben die Geschichte. Es ist einfach faszinierend, wie durch eine relativ kleine Veränderung die Welt durcheinandergebracht wird und nichts mehr so ist, wie man es kennt. Das fand ich auch in diesem Buch wieder sehr gut dargestellt, ebenso wie die Reaktionen der Charaktere darauf. Natürlich ist das auch mit ziemlich heftigen Gefühlen verbunden, die ich in "Die Verlorenen von New York" ebenfalls sehr gut dargestellt fand, auch wenn man den Hauptcharakter nicht unbedingt als emotional bezeichnen kann. Gelangweilt habe ich mich kein einziges Mal, vielmehr blieben mir auch nach dem Lesen die verschiedenen Situationen im Kopf hängen und ich fragte mich, was ich wohl machen würde, wenn mir sowas passierte.

Besonders beeindruckend fand ich auch, wie Susan Beth Pfeffer den Unterschied zwischen "Arm" und "Reich" dargestellt hat. Es war ziemlich beklemmend zu lesen, wie viel ein paar mehr Dollars auf dem Konto ausmachen können und noch viel beklemmender zu realisieren, dass das tatsächlich realistisch ist.


[FAZIT]
Eine gelungene Fortsetzung zum ersten Teil, trotz einiger Schwächen.Dennoch hat mich dieses Buch sehr neugierig auf den dritten und letzten Band der Reihe gemacht!

Kommentare:

  1. die buchreihe scheint trotz deiner kritik echt gut zu sein :) ich sollte sie mal lesen , wie so vieles anderes auch x)

    und was das tauschen angeht...was hast du denn zum tauschen? vielleicht ist da ja was für mich bei ;D

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  2. vielen dank für deine lieben kommentare :)
    das buch klingt irgendwie interessant.. aber wenn dann müsste ich den ersten mal lesen, was gut wäre, denn in der weihnachtszeit lese ich überhaupt am liebsten :)

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