[Rezension] Paullina Simons - Land der Lupinen


Taschenbuch | 1085 Seiten
Erschienen am 1. Januar 2008
bei Heyne
ISBN: 9783453811737





A C H T U N G !!!
Enthält Spoiler zu Band 1, "Die Liebenden von Leningrad", und Band 2, "Tatiana und Alexander"


[INHALT]

Ihre Liebe geht zurück auf das Jahr 1941, als Tatiana in Leningrad dem Rote-Armee-Offizier Alexander begegnet. Nach der schmerzvollen Trennung vor dem Hintergrund der großen historischen Ereignisse des 20. Jahrhunderts sind sie endlich wieder vereint: in Amerika, dem Land ihrer Träume. Sohn Anthony verbindet sie, aber an ihren Herzen sind die Jahre des Alleinseins nicht vorbeigegangen. Können sie das Vertrauen ineinander wiederfinden?


via
 


[MEINUNG]
Nachdem mir "Die Liebenden von Leningrad" und "Tatiana und Alexander" so unglaublich gut gefallen haben, war es für mich keine Frage mehr, dass ich das dritte Buch der Reihe auch lesen würde. Zwar war ich zunächst etwas skeptisch, da ich schon einige schlechte Rezensionen über dieses Buch gelesen hatte, aber im Endeffekt siegte die Neugierde.

In "Land der Lupinen" müssen Tatiana und Alexander nicht mit der unmittelbaren Gefahr kämpfen, sondern vielmehr alte Wunden heilen lassen und versuchen, mit dem normalen Leben klarzukommen. Ein Leben ohne Bedrohung, ohne Krieg, mit den alltäglichen Problemen. Und natürlich müssen sie irgendwie über die Vergangenheit hinweg kommen.

Diese Schritte hat Paullina Simons, wie ich finde, sehr gut dargestellt. Zunächst ist da ein beklemmendes Gefühl, wenn man liest, denn Alexander ist so anders, nach dem, was er im Krieg erlebt hat und Tatiana weiß kaum, wie sie damit umgehen soll. Auch im Laufe der Zeit begegnen die beiden immer wieder Problemen, die für sie nicht ganz leicht zu lösen sind. Und man merkt, man spürt es die ganze Zeit, dass die beiden sich verändert haben, dass die Geschehnisse nicht spurlos an ihnen vorbeigegangen sind - wobei man aber trotzdem noch ihre Charaktere wiedererkennt. Das fand ich wunderbar an diesem Buch: Es ist wieder etwas Neues in der Reihe, man bemerkt die Weiterentwicklung (die übrigens sehr gut begründet ist) und dennoch hat man nicht das Gefühl, die Charaktere wären einem fremd. Viel mehr schien es mir, als seien sie alte Freunde, über die ich jetzt endlich weiterlesen könnte. Und auch wenn es anders ist, als sonst, so spürt man die Liebe zwischen den beiden immer noch.

Die ganze Geschichte fühlte sich für mich sehr real an, was einerseits an den tollen, echten Charakteren liegen kann, andererseits sicherlich aber auch an Paullina Simons' Schreibstil. Er ist nicht unbedingt lyrisch, allerdings auch nicht stinknormal. Sie verwendet eine schöne Sprache, die angenehm zu lesen ist, gespickt mit vielen Lebensweisheiten. Und sie schafft es, dass die Gefühle nicht bloß schwarz auf weiß gedruckte Worte sind, sondern dass man sie als Leser spürt und nachvollzieht.


[FAZIT]
Ein wunderbarer Abschluss der Reihe, der mich mehrmals zum Weinen und Lachen gebracht hat. Ich werde das Buch sicherlich noch mehrere Male lesen, denn es gehört zu meinen absoluten Lieblingsbüchern

Kommentare:

  1. Danke für die Vorwarnung, ich habe deine Eigene Meinung deswegen gezielt nicht gelesen, auch wenn sie mich sehr interessiert hätte. :D Dein FAzit klingt jedoch mehr als nur vielversprechend. Leider geraten immer mehr Bücher zwischen mich und diese Trilogie, sodass ich wohl oder übel erst später mich - wahrscheinlich - ebenso begeistern werde lassen müssen. (begeistern werde lassen müssen? Das ist kein Deutsch, oder? :D Eindeutiges ZEichen von Überarbeitung, eindeutig. :D)

    "Ein Kuss ist ein ferner stern" ist mir gleich nach Erscheinen aufgefallen. Hast du es ausgeliehen oder gekauft? Bin schonmal gespannt auf deine Meinung.

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  2. Vielen lieben Dank! <3 Aber du hast wirklich Recht - man kann auf viel Materielles verzichten, wenn man Liebe und Hoffnung hat, doch umgekehrt ists nicht nur schwer sondern in meinen Augen unmöglich.

    ♥, tm

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