[Rezension] Alexander Rösler - Ein Kuss ist ein ferner Stern

captain cow | Dienstag, 20. Dezember 2011 | / / / |





Hardcover | 216 Seiten
Erschienen im Juni 2011
im Arena Verlag
ISBN: 9783401065373

[INHALT]

Manche Gedanken lassen sich gut schneiden, wie Papier. Andere sind hart wie Alabaster. Der Gedanke an das Mädchen vom Strand ist ein unendlicher Alabastergedanke – für August, der nicht lügen kann, nichts in Gesichtern liest und für den Berührung eine Kröte auf der Haut ist. Ein Zufall wirft sein geregeltes Leben aus der Bahn. Und konfrontiert August mit einem Gefühl, das völlig neu für ihn ist.

via

 
[MEINUNG]

"Ein Kuss ist ein ferner Stern" handelt von der zufälligen Begegnung eines mehr oder weniger normalen Mädchens und eines autistischen Jungen und den Folgen dieser Begegnung zwischen Freia und August.
Eingeleitet wird das Buch aber ganz anders - von Rudi, einem Freund von August, der Material für eine Geschichte sucht und deshalb August und Freia alles aufschreiben lässt, was ihnen passiert und was ihnen zu der Begegnung einfällt. Dieses Material trägt er zusammen und in gesammelter Form wird es dann dem Leser präsentiert.

Den Aufbau des Buchs fand ich sehr interessant. Man liest teilweise aus Rudis Sicht und betrachtet die Geschichte als mehr oder weniger Außenstehender. Aber man liest auch aus Freias Perspektive oder Augusts. Vor allem letzteres hat mir sehr gefallen, denn die Abschnitte aus Augusts Perspektive waren immer wieder beeindruckend. Trotz seiner etwas ungewöhnlichen Wahrnehmung der Welt waren sie sehr gut verständlich und irgendwie noch herzergreifender, vielleicht auch gerade weil sie so anders waren.

Auch insgesamt fand ich die Problematik des Autismus hier sehr gut beschrieben. Mir als Leser war es die ganze Zeit über klar, dass August Autist ist, aber es wurde als etwas natürliches beschrieben, nicht außergewöhnlich darauf herumgeritten. Man hat sich so an August gewöhnt und ihn lieben gelernt, wie auch andere Charaktere in diesem Buch es tun.

Zur Entwicklung der Geschichte lässt sich nicht besonders viel sagen. Sie wird eben sehr stark von den Charakteren angetrieben und ist nicht besonders actionreich oder sonstwas, aber das ist ja auch nicht Gegenstand des Buchs. Einzig allein ein Abschnitt zum Ende hin hat mir eher weniger gefallen, aber das war auch eine Ausnahme.

Der Stil ist recht vielfältig, eben gerade weil man aus drei verschiedenen Perspektiven liest. Das fand ich sehr gut gelöst, denn man die Unterschiede zwischen den Erzählern machen sich da auch im Stil bemerkbar. Sehr schön gelöst.

[FAZIT]

Ein Buch, das ich jedem empfehlen kann. Es lässt sich leicht und angenehm lesen, ist dabei aber nicht oberflächlich oder klischeebeladen.

Kommentare:

  1. Sehr sehr schöne Rezension! *-*
    Danke für dein Kommentar! :))
    LG Lydia ♥

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  2. Gerade mal ein bisschen gestöbert bei dir und diese Rezi hier gesehen. Sehr schön! Ich mochte das Buch auch sehr und wo wir neulich beim Thema "besondere Geschichten" waren. Dieses Buch hier ist für mich auch kleines Juwel gewesen, weil einfach mal ganz anders und trotzdem süß und sehr unterhaltsam. Rudi war schon ein Typ! Und wenn August zum ersten Mal trinkt, da musste ich so lachen. :)

    LG Reni

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    1. Jaa, dieses Buch beinhaltet wirklich eine besondere Geschichte. Echt süß. Und August beim Trinken war einfach köstlich - aber auch so fand ich die Passagen aus seiner Sicht genial :D

      Liebe Grüße

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