[Rezension] Ann Aguirre - Die Enklave

grass-harp | Dienstag, 11. Oktober 2011 | / / / / / / |


Informationen:

Seiten: 400 Seiten
Verlag (Erscheinungsdatum): Blanvalet Taschenbuch Verlag (12. April 2011)
ISBN: 9783442268122 | 3442268125
Preis: 14,95 €


Inhalt:

Aus den Trümmern der Welt erblüht eine unsterbliche Liebe …

New York wurde in einem längst vergessenen Krieg zerstört. Die Oberfläche ist durch Säureregen und glühende Hitze unbewohnbar geworden. In den U-Bahn-Tunneln der Stadt leben die junge Jägerin Zwei und ihr Partner Bleich, die sich Tag für Tag bemühen, genug Nahrung für ihren Stamm zu erlegen. Da wird Zwei an die Oberfläche verbannt. Ein sicheres Todesurteil! Darum kann sie kaum glauben, dass Bleich beschließt, sie zu begleiten. Doch der würde alles tun, um Zwei nicht zu verlieren …
Meinung:

"Die Enklave" ist ein weiteres Buch, das sich in den aktuellen Trend der Zukunftsromane einreiht. Bei so vielen Neuerscheinungen in einem Genre kommt es ja doch oft vor, dass einem viele Paralelen zu anderen Büchern begegnen, aber das war hier nicht der Fall.

"Die Enklave" ist ein abenteuerliches, fantastisches Buch. Es spielt in den U-Bahn-Schächten New Yorks, welches seit einer Umweltkatastrophe nicht mehr bewohnbar ist. Unten wohnen also die Menschen in Enklaven, deren Gesellschaft etwas anders organisiert ist als unsere.

Diese Struktur fand ich schon sehr interessant. Ob sie möglich ist, ist schwer zu sagen, doch innerhalb des Buchs war sie logisch und gut überlegt. Man kriegt im Lauf der Handlung einen Eindruck, sodass man das Leben dort sehr gut kennen lernt. Vorstellbar ist es aber trotzdem eher schwer - deshalb war für mich das Buch auch eher eine Mischung aus Dystopie und Fantasy.
Die gesamte Geschichte wird aus Zweis Sicht erzählt, in einem Stil, der ganz angenehm zu lesen ist. Die Sprache ist nicht poetisch, allerdings auch nicht zu umgangssprachlich und passt zur Geschichte. Gut dargestellt fand ich allerdings die Dialoge, denn sie wirkten nicht aufgesetzt.

Etwas zurück blieben, meiner Meinung nach, die Charaktere. Man könnte sie schon fast als Zweidimensional bezeichnen, denn ihr Handeln war eher vorhersehbar als überraschend. Ein bisschen schade war das schon, allerdings stehen bei diesem Buch auch eher die Geschichte, die Spannung und das Umfeld der Charaktere im Vordergrund, weshalb es nicht so störend war.

Die Geschichte selbst fand ich sehr gut in sich abgeschlossen und gut ausgewogen. Action und ruhigere Phasen gleichen sich aus und die Liebesgeschichte nimmt nicht zu viel Platz ein. Außerdem gefiel mir sehr gut, dass nicht alles ausgebreitet und erzählt wird, sodern man als Leser auch selbst etwas Interpretationsraum geboten bekommt.

Fazit:

Ein schöner Roman zum Runterlesen, bei dem man nicht besonders viel nachdenken muss. Von mir bekommt er 4 von 5 Sternen.

Kommentare:

  1. Hört sich interessant an - merke ich mir für's erste (Ich weiß auch nicht wieso, aber ich bin die ganze Zeit davon ausgegangen, dass das Buch ein historischer Roman ist.)

    Ich sehe, dass du „Divergent“ liest. Ah, das Buch war so tolltolltoll! Ich bin schon gespannt, ob es dir genauso gut gefallen wird wie mir.

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  2. Findest du? Ich dachte bisher nur, seine Hand wär ein bisschen verkrüppelt :D Naja, kann ja nicht alles auf einmal gut werden!^^
    Das Buch klingt interessant, ich wünschte, ich hätte mehr Zeit zum Lesen...

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