[Rezension] Alan Bradley: Flavia de Luce I: Mord im Gurkenbeet

Es ist Montag - das heißt: Zeit für die nächste Rezension. Bei mir stapeln sich hier schon so einige, andererseits möchte ich euch auch nicht damit überschwemmen. Deshalb meine Frage an euch: Ist es euch angenehmer, wenn ich jeden Montag eine Buchrezension poste oder ist es euch ziemlich egal, wann und wie oft?




Informationen (gebundene Ausgabe | Taschenbuch):

Seiten:  384 | 400
Verlag (Erscheinungsdatum):  Penhaligon Verlag (28. April 2009 | 20. September 2010)
Originaltitel:  The Sweetness at the Bottom of the Pie
ISBN:  978-3764530273 | 978-3442376247
Preis:  19,95 € | 8,99 €


Inhalt:

Die junge Flavia de Luce staunt nicht schlecht, als sie im ersten Morgenlicht eine Leiche im Garten entdeckt – ausgerechnet im Gurkenbeet! Jeder hält ihren Vater für den Mörder, denn Colonel de Luce hat sich noch tags zuvor mit dem Verblichenen gestritten. Nur ein einziger Mensch glaubt felsenfest an die Unschuld des Colonels – seine neunmalkluge Tochter Flavia. Schließlich ist der Ermordete vergiftet worden, und – ganz im Gegensatz zu Flavia, die eine begnadete Giftmischerin ist – ihr Vater hat nie Interesse an der Chemie des Todes gezeigt. Also fragt Flavia in vermeintlich kindlicher Unschuld sämtlichen Zeugen Löcher in den Bauch. Hartnäckig folgt sie jeder noch so abwegigen Spur – bis sie einsehen muss, dass ihr Vater tatsächlich ein dunkles Geheimnis hütet. Und so befürchtet Flavia, dass sie vielleicht eine zu gute Detektivin ist ...
Meinung:

Das Buch war ein Geschenk - vorher hatte ich es immer wieder im Laden gesehen, konnte mich aber aus irgendeinem Grund nicht dazu überwinden, es zu kaufen. Glücklicherweise wurde mir die Entscheidung abgenommen und ich musste nicht mehr mit mir hadern. Jetzt bin ich wahnsinnig froh, dieses Buch gelesen zu haben.

Flavia de Luce macht einfach süchtig. Ich hatte gerade mal ein paar Seiten gelesen, da hatte mich die Geschichte schon vollends überzeugt und im Griff. Flavia findet eine Leiche bei sich im Garten und versucht herauszufinden, wie es zum Tod dieses Menschen kommen konnte. Da ist Spannung vorprogrammiert.

Aber es war nicht nur die Handlung, die es mir unmöglich machte, dieses Buch zur Seite zu legen. Der Stil und die Charaktere - vor allem Flavia - tragen ebenfalls sehr viel dazu bei.
Alan Bradley schreibt witzig, wortgewandt, wobei er immer mal wieder leicht vom Thema abschweigt - aber auf so eine interessante, lustige Art und Weise, dass es einen nicht stört, sondern man sich eher darüber freut, ein paar mehr Informationen über den verrückten Wirbelwind Flavia und ihr Umfeld zu bekommen. Und, wie gesagt, ist der Stil so unterhaltsam, dass kleine Abschweifungen kaum negativ auffallen. Er passt also perfekt zur Geschichte, die man aus der Sicht der elfjährigen Flavia liest.

Als Hauptcharakter ist sie einfach nur genial. Frech, mutig und ziemlich pfiffig versucht sie, den seltsamen Mordfall zu klären und sich dabei gegen ihre beiden großen Schwestern zu behaupten. Nebenbei erfährt man auch sehr viel über ihre größte Leidenschaft - die Chemie. Ja, ihr lest richtig, denn Flavia ist auch noch ein kleines Genie und ein Wissensbolzen, der sich nichts so einfach gefallen lässt.

Diese Mischung aus Humor und Spannung, angereichert mit etwas undurchsichtigen Charakteren und schauerigen Gebäuden, hat dieses Buch zu etwas ganz Besonderem für mich gemacht. Die Gefühle kamen auch nicht zu kurz, auch wenn man dieses Buch nicht unbedingt tiefgängig nennen könnte. Aber eben auch nicht oberflächlich. Und tiefgängig muss ja auch nicht immer sein.

Fazit:

Ich gebe dem Buch 5 von 5 Sternen mit einer dicken, fetten Empfehlung - auch für diejenigen, die sonst keine Krimis lesen!

Kommentare:

  1. schöne rezension, das buch kommt auf jeden fall auf meine wunschliste ^.^
    mich würde es nicht stören, wenn du auch öfter rezensionen postest, ich lese deine unglaublich gern :)

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  2. Schöne Rezension, wie immer! Das Buch steht in der englischen Ausgabe in meinem Regal, ich kam aber bis jetzt nicht zu, es zu lesen - wird jetzt aber definitiv bald nachgeholt!

    Ehrlich gesagt würde es mich nicht stören, wenn du öfter als nur 1x die Woche Rezensionen posten würdest, vor allem wenn sie sich - wie du schon sagst - langsam ansammeln. Aber das musst du natürlich selbst entscheiden, ich freue mich nur immer wieder, eine neue Rezension von dir zu lesen. :-)

    (Ich hoffe, du hast den Kommentar nicht mehrmals bekommen - irgendwie hing mein Internet und ich habe immer wieder auf abschicken gedrückt. Mehr hoffe ich natürlich, dass du ihn überhaupt bekommst!)

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  3. jaa, ich musste auch an glennkill denken bei der inhaltsangabe! :D
    mhhh, wenn du lust auf einen buchblog hast.. :) aber dann würde ich an deiner stelle einen zweiten machen, weil ich auch deine fotografien und "gedankentexte" liebe und die mir sehr fehlen würden :D <3

    hihi, freut mich seeehr, dass dir das design gefällt! jetzt bin ich auch endlich zufrieden - ohne ein bild wirkte es so leer und farblos.
    ich hab meinen ersten einführungstag am 25. und zum glüüück studiert eine freundin von mir auch geschichte und ich bin da nicht allein :)) ich freu mich aber schon riesig, endlich wieder etwas sinnvolles zu tun zu haben! :)

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  4. naja, so ein buchblog hätte aber auch gute seiten - man könnte rezensionsexemplare einfacher bekommen zum beispiel... saaag mal.. jetzt hab ich eine idee.... :D hättest du vielleicht lust, zu zweit einen buchblog zu eröffnen?
    naja, es ist grad nur eine idee. dem stünde wahrscheinlich meine mangelnde disziplin im wege, aber.. eine überlegung wäre es vielleicht wert :]

    oooh ja, ein halbes jahr nichts tun geht einem wirklich irgendwann auf die nerven! ich geh zwar arbeiten und so, aber ich fühl mich einfach unterfordert und so, als würde ich nicht genug sinnvolles leisten.. :D

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  5. jaa, das könnte wirklich schwierig werden, 2 blogs zu managen und auf dem eigenen nicht mehr über bücher zu schreiben. aber eigentlich spräche ja nichts dagegen dieselben rezensionen auf beiden blogs zu veröffentlichen. wie du schon sagtest, die idee ist auf jeden fall sehr verlockend. :D aber die entscheidung eilt ja nicht ^.^
    falls die unterforderung zu überforderung wechseln sollte, werde ich wohl eh nur wieder weniger zeit zum lesen haben... ich hoffe es aber nicht :D

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  6. Oh eine tolle Rezension, du machst wirklich Lust auf das Buch! Da trifft es sich gut, dass es schon in meinem Regal steht. (:

    Vielen Dank für die Vorstellung!

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