[Rezension] Antonia Michaelis - Der Märchenerzähler


| 446 Seiten | Februar 2011 erschienen | ab 14 Jahren |
| ISBN: 978-3789142895 |


| Inhalt: |

Geliebter Mörder? Atemlos spannend - ein Meisterwerk von Antonia Michaelis.
Abel Tannatek ist ein Außenseiter, ein Schulschwänzer und Drogendealer. Wider besseres Wissen verliebt Anna sich rettungslos in ihn. Denn es gibt noch einen anderen Abel: den sanften, traurigen Jungen, der für seine Schwester sorgt und der ein Märchen erzählt, das Anna tief berührt. Doch die Grenzen zwischen Realität und Fantasie verschwimmen. Was, wenn das Märchen gar kein Märchen ist, sondern grausame Wirklichkeit? Was, wenn Annas schlimmste Befürchtungen wahr werden? Ein temporeicher Thriller und ein zu Herzen gehende Liebesgeschichte lässt nicht los! Eindrucksvoll, begeisternd und abwechslungsreich - eine ganz neue Antonia Michaelis. 
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| Meinung: |

Nach ein paar Wochen hin- und herüberlegen bin ich mir noch immer unsicher, was ich zu dem Buch schreiben soll. Irgendwie mochte ich es - aber es gab auch so einige Dinge, die mich furchtbar gestört haben und die es mir schwer machen, das Buch als gutes Buch abzustempeln und es kommentarlos weiterzuempfehlen.
Fangen wir deshalb mal mit dem Punkt an, bei dem ich mir absolut sicher bin: Der Schreibstil. Er war schön, wirklich schön und passend, außerdem hat er die Geschichte gut vermittelt. "Poetisch" ist wohl eine treffende Beschreibung für den Stil, aber auch "gefühlvoll". Er war sowohl dem Erzähltempo als auch den Situationen angepast, ohne dabei zu dick aufgetragen zu wirken.
Die Erzählperspektive wechselt immer wieder zwischen verschiedenen Charakteren, wobei man den Großteil der Geschichte mit der Hauptfigur Anna erlebt. Und dann ist da natürlich noch das Märchen, das erzählt wird...
Es ist gut eingebaut in die Geschichte, man erfährt nie zu viel oder zu wenig, wie ich fand. Allgemein ist die Handlung recht gut aufgebaut, man bekommt als Leser eine gute Einleitung und wird dann sanft in die Geschichte gestoßen. Ehe ich mich versah, war ich schon vollkommen gefangen davon und wollte kaum noch aufhören. Auch wenn ich nicht las, schwirrten mir ständig Gedanken zu der Geschichte im Kopf.
Aber dann, nach etwa zwei Dritteln des Buchs, passierte etwas, das mich aus der Traumwelt dieser Geschichte herauskatapultierte. Ich möchte nicht zu viel verraten, aber es ist eine Sache, eine Reaktion auf etwas, die ich nicht nachvollziehen kann und will. Von da an ging es für mich bergab.
Die Hauptcharaktere, die ich vorher eigentlich mochte, von denen ich aber auch nicht übermäßig beeindruckt war, nervten plötzlich. Anna mit ihrer Naivität, Abel mir seiner Abwehrhaltung. Ich las nur noch weiter, weil ich wissen wollte, ob meine Vermutungen zum Ende bestätigt werden würden.
Und das Ende... Nun ja, auch wieder so ein Punkt, bei dem ich nicht weiß, was ich davon halten soll.


| Fazit: |

Eine sehr schwierige Geschichte, zu der ich meine Meinung auch nur schlecht beschreiben kann. Ich denke, jeder sollte sich seine eigene Meinung darüber bilden.
Ich würde der Geschichte 3,5 von 5 Sternen geben.

Kommentare:

  1. ich hab grad eben damit angefangen :D mal sehen, wie es mir so gefällt, auf jeden fall bin ich immer noch ziemlich neugierig (:

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  2. dankeschön :)
    Ich liebe Tee auch :D
    Mein Liebster ist "Lemon Honey"
    und deiner?

    Liebe Grüße ♥

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  3. Danke =) Ja, ich war anfangs auch total enttäuscht von dem Regenwetter, aber irgendwie macht man dann das Beste draus...

    Das Buch klingt sehr interessant. Ich schreibs mir mal auf unter "evtl. lesen" :D

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  4. Dankeschön :}
    Schreibst du gar nicht mehr? Oder ist das nur eine Schreibpause ??
    Und ich mag dein neues Design auch sehr :}

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  5. Hallo. (:
    Ich habe das Buch gerade eben ausgelesen und bin sehr froh, dass du genau meine Gedanken in Worte fasst. Einerseits mag ich das Buch und ich möchte auch die gesellschaftskritischen Elemente nicht klein reden, aber es enthielt gegen Ende doch Handlungen, die ich so einfach nicht gutheißen kann.
    Schön, dass ich nicht allein so denke.

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  6. Hey Marit (:
    Ich fand auch, dass es mal ein sehr ernstzunehmendes Jugendbuch war, aber diese Sache... Ich bin grad ebenso froh, dass ich damit nicht ganz allein dastehe, denn ich habe so viele durchweg positive Lobeshymnen gelesen und gehört, dass ich mir unsicher war, ob nur ich diesen Aspekt als störend empfunden habe.
    Vielen Dank für deinen Kommentar.

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