[Rezension] Mary E. Pearson - ZweiundDieselbe

captain cow | Dienstag, 3. Mai 2011 | / / / / |


Informationen zur Taschenbuchausgabe:

Seiten: 333
Verlag (Erscheinungsdatum): Fischer (12. Januar 2011)
ISBN: 978-3596808601


Inhalt:

Ich bin alles, was möglich ist
Körperlich unversehrt, aber ohne Erinnerung erwacht Jenna aus dem Koma. Verzweifelt versucht sie herauszufinden, wer sie einmal war. Denn der Mensch, als den ihre Eltern sie beschreiben, bleibt ihr fremd. Die Wahrheit, der sie schließlich Stück für Stück auf die Spur kommt, ist ungeheuerlich: Jenna hatte einen furchtbaren Unfall und ihre Eltern haben alles medizinisch Mögliche getan, um sie am Leben zu erhalten. Doch ist sie wirklich noch dieselbe?


Meinung:

Im Gegensatz zu vielen momentan erscheinenden Jugendbüchern, die sich vor allem mit einer dystopischen Gesellschaft und veränderten Regeln innerhalb dieser befassen, beleuchtet "ZweiundDieselbe" vielmehr bioethische und medizinische Aspekte. Wie viel darf man am menschlichen Körper verändern? Ab welchem Punkt ist man nicht mehr man selbst, sondern ein neuer Mensch?

Diese beiden Fragen werden in dem Roman vorallem gestellt, ohne jedoch richtig beantwortet zu werden. Als Leser muss man selbst eine Antwort auf diese Frage finden, genau so wie die Hauptfigur Jenna, aus deren Perspektive man die Geschichte liest.

Es fällt einem leicht, sich mit ihr zu identifizieren, ihre Gedankengänge und Meinungen zu übernehmen oder nachzuvollziehen. Auch die anderen Charaktere sind ausreichend gut gezeichnet. Es gibt allerdings durchaus Bücher, in welchen die anderen Haupt- und Nebencharaktere echter und unmittelbarer sind. Gestört hat es die Handlung nicht, allerdings hätte ich mir bei einem Roman, in dem es unter anderem auch um Individualität geht, detailgetreuere Figuren gewünscht.

In dem Buch wechseln sich erzählende Kapitel mit Abschnitten ab, in denen relativ kurz ein Gefühl oder Gedanke der Hauptfigur geschildert wird. Diese Stellen haben mir besonders gut gefallen, denn sie geben einen tieferen Einblick in Jennas Kopf und gehen einem auch ziemlich nahe.

Den Schreibstil würde ich nicht als außergewöhnlich beschreiben, aber er passt. In dem Buch soll es ja doch eher um Jenna und ihr Schicksal gehen, welches durch die klaren, einfachen Worte gut vermittelt wird.

Vom Ende des Buchs bin ich jedoch etwas enttäuscht. Es hat meiner Meinung nach nicht zum Rest der Geschichte gepasst. Näher möchte ich darauf aber nicht eingehen, denn es würde zu viel verraten.


Fazit:

Trotz des nicht gerade beeindruckenden Endes kann ich das Buch nur empfehlen - und zwar nicht nur für Jugendliche.
Ich würde das Buch mit 4 von 5 Sternen bewerten.

1 Kommentar:

  1. Danke :) Die Bio-Klausur wäre geschaftt und jetzt geht das Lernen gleich weiter :D Aber am Wochenende kann ich dann endlich mal wieder alles machen, wofür mir die ganze Zeit die Zeit fehlt!
    Das Buch klingt sehr interessant - ich finde es vor allem gut, wenn man sich selbst als Leser auch noch Gedanken machen "kann", ohne alles vorgekaut zu bekommen...

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