[Rezension] Alyson Noel - Evermore | Die Unsterblichen

grass-harp | Dienstag, 11. Januar 2011 | / / / / / / / |

Inhalt: Ever ist sechzehn Jahre alt, als sie ihre gesamte Familie bei einem Autounfall verliert – sie überlebt als Einzige. Seither ist sie in sich gekehrt und kapselt ihre verletzte Seele von der Außenwelt ab. Alles ändert sich jedoch, als sie Damen zum ersten Mal in die Augen blickt. Denn Damen sieht nicht nur verdammt gut aus, er hat etwas, was Ever zutiefst berührt. Aber irgendetwas an ihm irritiert sie. Seitdem sie dem Tod so nahe war, besitzt sie nämlich die einzigartige Fähigkeit, die Gedanken der Menschen um sie herum hören und ihre Aura sehen zu können. Doch nicht so bei Damen: Er scheint diese Gabe auf mysteriöse Weise außer Kraft zu setzen. Sie sieht und hört nichts – für sie ein untrügliches Zeichen, dass Damen eigentlich tot sein müsste. Er wirkt aber alles andere alles leblos, und am liebsten würde Ever sich nie mehr von seinem warmen Blick lösen. Wenn sie sich nur nicht ständig fragen müsste, wer er eigentlich ist und was er ausgerechnet von ihr will …
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Meinung:  Das Buch hat mich irgendwie schon immer neugierig gemacht, aber ich war auch immer skeptisch, weil das Buch häufig mit Twilight verglichen wurde. Dass ich es dann letztens in der Bibliothek gefunden habe, hat mir die Entscheidung des Kaufs abgenommen.

Ich habe das Buch innerhalb von 2 Tagen durchgelesen, was schon mal ziemlich dafür spricht, dass es flüssig geschrieben ist. Der Schreibstil hat mir gefallen, allerdings kann ich mir auch vorstellen, dass manch einem die Eigenarten nicht so gefallen. Das Buch ist im Präsens aus der Ich-Perspektive geschrieben. Der Schreibstil ist nicht besonders poetisch oder so, sondern wirklich eher so, wie ein sechzehnjähriges Mädchen eine Geschichte erzählen würde. Das soll nicht bedeuten, dass es umgangssprachlich geschrieben ist, aber es kommen öfters auch englische Wörter vor und viele Sätze beginnen mit "Und ...", was ja irgendwie als nicht besonders schön angesehen wird. Ich muss hierzu aber sagen, dass mich das wirklich nicht gestört hat und ich es eigentlich passend fand, dass das Buch so geschrieben war.

Die Geschichte selbst beginnt zunächst irgendwie typisch. Junges Mädchen trifft auf gutaussehenden, geheimnisvollen Jungen. Ihre Versuche, bei ihm abzublocken, bringen nicht viel, usw. Also eigentlich recht typisch, allerdings fand ich das auch nicht schlecht, weil der Hauptcharakter mir wirklich gut gefallen hat und die Geschichte später noch eine Wendung nimmt, die ich wirklich nicht erwartet hatte. Wer allerdings auf Spannung pur steht, dem ist das Buch nicht zu empfehlen, denn es nimmt einen doch eher ruhigen Gang.

Die Charaktere sind allerdings sehr verschieden: Da ist Ever, die sich in ihren riesigen Kapuzenpullovern versteckt, ihre Freundin Haven, die alle zwei Wochen ihren Stil ändert, und ihr guter Freund Miles, der schwul ist und gern Theater spielt. Hinzu kommen eben noch die Highschoolzicke und ihr Gefolge und ein paar andere Charaktere. Auf der anderen Seite sind die Charaktere aber doch ziemliche Stereotypen. Sie sind irgendwie berechenbar...

Ich würde nicht direkt sagen, dass das Buch etwas total Neues ist, allerdings fand ich das Lesen sehr angenehm und die Geschichte hat mich irgendwie doch gefesselt. Wer allerdings etwas gegen paranormale Liebesgeschichten hat, sollte die Finger von dem Buch lassen :)
Ich gebe dem Buch 3 von 5 Sternen - eben weil es mir schöne Lesestunden bereitet hat, aber doch einige Schwächen aufweist.

1 Kommentar:

  1. Hei, ich finde deinen Blog echt super und diese Rezension auch! Ich habe ebenfalls eine Rezension zu Evermore - Die Unsterblichen geschrieben:http://jumaundmaju.blogspot.de/2012/01/buchreview-evermore-1-die-unsterblichen.html
    Kannst ja mal vorbeischauen wenn du magst ;D
    LG, Juliane

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