[Rezension] Die Beschenkte - Kristin Cashore

grass-harp | Freitag, 24. September 2010 | / / / / / / |

Inhalt: Er schien plötzlich nicht zu wissen, was er sagen sollte, schaute nach unten und spielte mit seinen Ringen. Er holte Luft und rieb sich den Kopf, und als er ihr wieder das Gesicht zuwandte, hatte sie das Gefühl, seine Augen seien nackt, sie könne direkt durch sie hindurch ins Licht seiner Seele sehen. Sie wusste, was er sagen würde." Als Katsa dem geheimnisvollen Prinzen von Lienid begegnet, weiß sie sofort, dass auch er beschenkt ist - sie ist sich nur nicht sicher, mit welcher Gabe. Katsa dagegen ist in allen sieben Königreichen bekannt und gefürchtet: Sie hat die Gabe des Tötens. Nur Bo, der fremde Prinz, scheint keine Angst vor ihr zu haben und ringt beharrlich und mit viel Geduld um ihr Vertrauen. Im Kampf gegen einen König mit einer teuflischen Gabe werden sie auf ihrem gemeinsamen Weg durch Schnee und Eis, über Meere und Gebirgsketten zu Verbündeten - und zu einem leidenschaftlichen, unabhängigen, innigen, streitenden, liebenden Paar.
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Meinung: Das Buch ist.. okay. Sagen wir es so - die Idee fand ich spannend, auch die Idee mit den "Beschenkten". Die Hauptcharaktere sind zwar auf besondere Art und Weise beschenkt, aber es gibt auch durchaus Menschen, die einfach besonders gut kochen können oder so.
Das Königreich hat sich die Autorin auch gut ausgedacht. Vorn im Buch ist eine Karte davon drin, auf der man auch immer mal wieder nachgucken kann, wenn man den Überblick verliert, wo die Charaktere gerade sind.
Der Schreibstil ist ziemlich präzise, aber auch das hat mir gefallen, da es zu der recht kühlen, beherrschten Katsa gepasst hat. Soweit so gut.

Anfangs war ich von dem Buch total fasziniert. Die ersten 100 Seiten haben mir wunderbar gefallen, sie waren außergewöhnlich und schön - im Sinne von schön geschrieben. Aber dann kam ein seltsamer Umbruch, plötzlich waren die Kapitel von Absätzen durchzogen. Dauernd viele kleine Szenen hintereinander, was ein bisschen unruhig und störend war. Irgendwann wurde die Handlung auch vorhersehbar - bis auf einen kleinen Teil am Schluss, mit dem ich nicht gerechnet habe. Aber insgesamt hat mich an der Geschichte im Endeffekt nicht mehr viel überrascht. Ich musste mich nicht durchkämpfen, aber ich hab auch nicht begeistert weitergeblättert. Das Buch war ein schöner Zeitvertreib - ich bin aber froh, es mir nicht gekauft, sondern nur ausgeliehen zu haben.


Kommentare:

  1. Also mir hat das Buch sehr gefallen. Besonders *sein* Spitzname: Bo. - Also solche süßen Details.
    Aber gekauft hab ich es mir auch nicht..ich hab's bei Carlsen gewonnen :D

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  2. Ja, diese Details fand ich auch süß :) Auch die Überlegung mit den ganzen Ringen...
    Ui, wie denn gewonnen?

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  3. jaa. na, die bei carlsen haben 500 bücher verlost an diejenigen, die sich auf carlsen.de neu angemeldet haben.. und ich wollte das so oder so tun.. alsooo...... aber ich hätte NIE erwartet, dass ich eins gewinne!
    da sitzt man am samstag nachmittag gemütlich vorm pc und dann klingelt es plötzlich an der tür... ;)

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  4. Aaah cool. Whoa, auf solche Sachen sollte ich mal achten :P

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